Ägyptische Stipendiatin im Abgeordnetenbüro von Rudolf Henke

Erstmals in seiner Geschichte hat der Deutsche Bundestag im September dieses Jahres 24 junge Frauen und Männer aus arabischen Ländern zu einem Stipendienprogramm empfangen. Die Teilnehmer sind engagierte Vertreter der arabischen Demokratiebewegung.

Das vierwöchige Stipendienprogramm im Bundestag umfasste Vorträge zur Geschichte und Funktion des deutschen parlamentarischen Systems, politische Planspiele, den Besuch von Plenardebatten und Ausschüssen sowie ein zehntägiges Praktikum bei Bundestagsabgeordneten, die sich bereit erklärten, Hospitanten aus der arabischen Welt aufzunehmen und ihnen die Arbeit in Berlin wie in den Wahlkreisen zu zeigen.

Rudolf Henke begrüßte in diesem Zusammenhang die angehende Zahnärztin Lamiaa Hassan aus Ägypten in seinem Abgeordnetenbüro und gab ihr die Möglichkeit, eine Woche lang die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten zu begleiten.

Lesen Sie hier ihren Erfahrungsbericht:

„Ich heiße Lamiaa Hassan und komme aus der Hafenstadt Alexandria in Ägypten. Ich studiere Zahnmedizin, zur Zeit bin ich fast fertig mit meinem Praxisjahr und beende im Oktober mein Studium. Ende September dieses Jahres habe ich eine Woche lang ein Praktikum beim Abgeordneten Rudolf Henke absolviert.

Die ersten zwei Wochen unseres Praktikums hatte ich die Möglichkeit, viele Vorträge über das deutsche parlamentarische System zu verfolgen und mich tageweise mit bestimmten Themenschwerpunkten zum deutschen politischen System auseinanderzusetzen. In der darauf folgenden Woche durfte ich das ganze praktisch erleben. Am ersten Tag meiner Hospitation bei Herrn Henke war ich u. a. beim Fraktionskongress zum Thema: Modernisierung der Sozialwahlen. Am nächsten Tag habe ich die Sitzungen der Arbeitsgruppen Bildung und Forschung bzw. Gesundheit der CDU/CSU-Fraktion sowie die Sitzung des Gesundheitsausschusses besucht, in denen Herr Henke arbeitet. Ich fand es sehr interessant zu sehen, dass Demokratie nicht nur im Plenarsaal stattfindet, sondern sehr viel komplizierte Detailarbeit in den Ausschüssen und Arbeitsgruppen voraussetzt.

Daneben habe ich die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) besucht. Als Studentin der Zahnmedizin war es besonders interessant zu sehen, wie die Zahnärzteschaft in Deutschland organisiert ist. Besonders interessant fand ich es auch, Herrn Henke bei einer Sitzung des Ethikrats zu begleiten, bei der das Thema „Suizid bzw. Sterbehilfe“ kontrovers diskutiert wurde. Ich habe in den Tagen von Herrn Henke sehr viel über das deutsche Gesundheitssystem erfahren, vieles könnte man auch in Ägypten als Vorbild nehmen.

Auch der Besuch im Wahlkreis im schönen Aachen hat mir sehr gut gefallen. Hier konnte ich mir einen Eindruck machen, welch vielfältige Arbeiten der Abgeordnete in seiner Heimat für die Bürger seines Wahlkreises zu erledigen hat.

Für die vielen interessanten Eindrücke und tollen Erfahrungen möchte ich mich sehr herzlich bei Herrn Henke und seinem Team bedanken.