Elektroflugzeug aus Aachen in den Startlöchern

 

 

 

 

 

 


Nachdem am RWTH-Campus mit den Fahrzeugen Streetscooter und e.Go ein echter Coup gelungen ist, steht mit e.SAT das nächste Projekt vor der Enthüllung. SAT steht für Silent Air Taxi – es handelt sich um ein elektrisch angetriebenes Hybrid-Flugzeug, welches Waren oder Personen transportieren kann.

Bereits Ende vergangenen Jahres unterzeichneten Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Oberbürgermeister Marcel Philipp im Beisein von Rudolf Henke eine Absichtserklärung zur „Urban Air Mobility“. Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit verschiedener Mobilitätsakteure städtische Luftmobilitätslösungen zu entwickeln. Dabei kooperiert Aachen mit den anderen MAHHL-Städten und die Bundesregierung unterstützt diese grenzüberschreitende Initiative.

Ulrich Lange, stellvertretender Fraktionsvorsitzender für den Bereich Verkehr der CDU/CSU-Fraktion, besuchte nun den Aachener Wahlkreis, um sich einen Überblick über verschiedene Infrastrukturprojekte zu verschaffen und diese zu unterstützen. Sichtlich beeindruckt zeigte er sich von den Projekten am RWTH-Campus-Cluster Produktionstechnik, die von Prof. Frank Janser, Prof. Peter Jeschke und Peter Ayvaz vorgestellt wurden. Unter anderem sind daraus die erwähnten Fahrzeuge Streetscooter und e.Go hervorgegangen – und künftig auch ein Flugzeug.

Mit der Förderzusage des Landes kann nun mit der Verlängerung und Verschwenkung der Landebahn am Flughafen Merzbrück begonnen werden, um diesen zum Forschungsflughafen auszubauen und dort das Elektroflugzeug zu entwickeln. Herauskommen soll dabei ein Flugzeug, welches horizontal fliegt, ca. 4-5 Personen oder Fracht transportiert, eine Reichweite von ca. 1000 km hat und kurze Start- und Landebahnen, wie in Merzbrück, anfliegen kann. Nur so lässt sich ein leises und kostengünstiges Flugzeug erreichen. So lassen sich in Zukunft Transporte von Personen und Gütern von der Straße in den Luftraum verlagern. In Deutschland gibt es unzählige kleiner Sportflugplätze, die auf diese Art künftig viel besser genutzt werden können. Ein besonderes Augenmerk wird auf eine geräuscharme Betriebsweise sowie eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung gelegt.

So war es kein Zufall, dass zu dem Besuch von Ulrich Lange neben einem Treffen mit Oberbürgermeister Marcel Philipp und der Besichtigung des RWTH-Campus auch ein Treffen mit der Lärmschutzinitiative Driescher Hof gehörte. Seit vielen Jahren kämpft die Initiative mit Unterstützung von Rudolf Henke für eine Lärmschutzwand an der A44. Gemeinsam mit dem Leiter der Niederlassung von Straßen.NRW, Gerhard Decker, wurde intensiv nach einer Lösung gesucht, welche den Bau einer Lärmschutzwand ermöglicht.