Mein dreimonatiges Praktikum im Büro von Rudolf Henke

Mein Name ist Modesta Dragašiūtė, ich bin 24 Jahre alt und komme aus Litauen. Seit dem 1. April unterstützte ich im Rahmen des IPS (Internationales Parlamentsstipendium) das Bundestagsbüro von Rudolf Henke. Der Deutsche Bundestag vergibt zusammen mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Technischen Universität Berlin Stipendien für junge Hochschulabsolventen aus 37 Ländern und eröffnet die Möglichkeit fünf Monate lang die Abläufe im Deutschen Bundestag zu verfolgen, davon drei durch Mitarbeit in einem Abgeordnetenbüro.

Ich bin froh die sechs Sitzungswochen des Deutschen Bundestages in dem Abgeordnetenbüro von Herrn Henke erlebt zu haben. Während dieser Zeit habe ich viele Einblicke in die Arbeit des Abgeordneten sowohl im Bundestag als auch in seinem Wahlkreis in Aachen bekommen. Neben den vielfältigen Themen mit denen Herr Henke sich beschäftigt, habe ich besonders viel im Bereich der Gesundheitspolitik miterlebt, indem er mich zur Arbeitsgruppe sowie dem Ausschuss für Gesundheit jeden Dienstag und Mittwoch in den Sitzungswochen mitgenommen hat. Am spannendsten fand ich den Unterausschuss für Globale Gesundheit, der in dieser Legislaturperiode beim Ausschuss für Gesundheit eingerichtet wurde und sich in Anbetracht der hohen Bedeutung von grenzüberschreitenden Gesundheitsgefahren für Fortschritte in der weltweiten Gesundheitsvorsorge einsetzt.

Meine Aufgaben im Abgeordnetenbüro umfassten die Unterstützung der Mitarbeiter bei der Beantwortung von Bürgeranfragen, die Vorbereitung von Zusammenfassungen zu bestimmten Themen bzw. Texte, wie zum Beispiel Strategiepläne für die kommenden Jahre sowie  Recherche bezüglich der aktuellen Themen im Gesundheitsbereich. Dabei ging es unter anderem um vorgeburtliche Bluttests, globale Gesundheit, Palliativpflege, Hospiz, Impfpflicht, Cannabiskonsumenten in Deutschland usw.
Obwohl die Arbeit in dem Abgeordnetenbüro sehr intensiv und terminreich ist, haben mich die Mitarbeiter des Büros immer bei der Komplexität der Gesundheitspolitik, deren weitreichende Bereiche und Schnittstellen unterstützt und aufgeklärt.

Rudolf Henke MdB wurde in Aachen direkt gewählt, daher war der Wahlkreis Aachen immer ein Thema im Büro. Während der Wahlkreisreise konnte ich die lokale Politik näher kennenlernen und auch mit anderen Themen direkt vor Ort in Berührung kommen, wie zum Beispiel dem Umgang der Stadt Aachen mit dem bislang größten bundesweiten Klimastreik in Aachen „Fridays for Future“ und den gleichzeitig stattfindenden Protesten von „Ende Gelände“ im Rheinischen Braunkohlerevier. Ich fand es besonders beeindruckend, wie viele unterschiedlichste Themen auf den Abgeordneten zukommen und wie viele Fragen man aus verschiedenen Bereichen bewältigen muss, – besonders, da man als Abgeordneter nur in einem bestimmten Ausschuss tätig ist. 

Insgesamt weiß ich es wirklich zu schätzen, welche Erfahrung und Kenntnisse ich während des Praktikums gesammelt habe und bin den Mitarbeitern der beiden Büros sowie Herrn Henke für ihre Offenheit, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit unendlich dankbar.