Verbesserungen für Bahnknoten Aachen: IHK Aachen und Rudolf Henke treffen NRW-Bahnvertreter Werner Lübberink

Verbesserungen für Bahnpendler in der Region Aachen und Kapazitätsgewinne für den grenzüberschreitenden Fern- und Güterverkehr im Aachener Schienenkorridor: Über diese Ziele haben sich am 9. Juli 2019 der Aachener Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke und Monika Frohn für die Industrie- und Handelskammer Aachen mit der DB-Vertretung in Düsseldorf ausgetauscht. Als Konzernbevollmächtigter der Bahn für das Land NRW begleitet Werner Lübberink die Entwicklung des Schienennetzes zwischen Aachen und Köln seit 2016. Die 70 Kilometer lange Strecke, die das Rheinland über den Grenzbahnhof Aachen mit dem Benelux-Raum verbindet, hat seit Jahren eine zunehmende Auslastung zu verzeichnen. Internationale Güter- und Fernzüge nach Brüssel, Paris oder zu den belgischen und niederländischen Seehäfen teilen sich die meist zweigleisige Strecke mit dem Nahverkehr.

Zahlreiche Akteure des Rheinlandes und der Region Aachen, darunter Verkehrsverbünde, Kammern und Landkreise, werben seit Jahren für einen Ausbau der Schieneninfrastruktur. Rudolf Henke und weitere CDU-Bundestagsabgeordnete aus der Region unterstützen das Anliegen auf Bundesebene und im Austausch mit regionalen Akteuren – so auch heute in Düsseldorf. Ein durchgängiges „drittes Gleis“ zwischen Düren und Aachen gilt inzwischen als kaum realisierbar. Ein Bündel an Maßnahmen wie Überholgleise oder ein punktueller dreigleisiger Ausbau hätte allerdings die Wirkung eines dritten Gleises, so eine Machbarkeitsstudie von 2017. Die Bahn baut seit September 2018 daher neue Überholgleise in Eschweiler und Aachen-Rothe Erde, um künftig mehr Ausweichmöglichkeiten auf diesem Abschnitt zu schaffen. Im November 2018 kündigte das Bundesverkehrsministerium zudem an, die Ausbaustrecke zwischen Aachen und Köln mit Blick auf den neuen Deutschland-Takt erneut zu prüfen. Für Aachen sieht der neue Zielfahrplan bis 2030 unter anderem neue IC-Direktverbindungen nach Weimar und Dresden sowie Hamburg und Sylt vor.

Anlass für den von Henke initiierten Austausch mit der nordrhein-westfälischen DB-Vertretung ist nicht nur der neue Deutschland-Takt, den das Verkehrsministerium des Bundes aktuell mit den Ländern, Bahnbetreibern und Eisenbahnunternehmen erarbeitet. Auch der Strukturwandel rund um das geplante „Rheinische Zukunftsrevier“, Fortschritte durch die neue nationale DB-Strategie „Starke Schiene“ von Mitte Juni und der Start des Rhein-Ruhr-Express in Aachen im kommenden Jahr kamen zur Sprache. Die IHK Aachen setzt sich besonders dafür ein, dass insbesondere die Gütermengen ausländischer Bahnunternehmen auf der Trasse in Richtung Köln künftig vollständig in Kosten-Nutzen-Bewertungen einfließen.