Veranstaltung: Organspende – Wer bestimmt über meine Organe?

Entscheidungslösung versus Widerspruchslösung

Volkshochschule Aachen 3. September 2019, 18 Uhr, Raum 241

Seit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach  gemeinsam einen Gesetzentwurf zur doppelten Widerspruchslösung bei Organspende  eingebracht haben, hat sich die gesellschaftliche Diskussion zu diesem Thema intensiviert. Für den alternativen Gesetzentwurf zur freiwilligen Entscheidungslösung werben u.a. die früheren Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und Ulla Schmidt (SPD), aber auch die Grünen-Vorsitzende Anna Baerbock. Bei der Widerspruchslösung gilt grundsätzlich, dass jede/r spendet, wenn er oder sie nicht widersprochen hat. In Deutschland gilt heute die Entscheidungslösung, bei der ohne vorhandenen Spenderausweis oder schriftliche Willensbekundung die Angehörigen entscheiden müssen. Das Transplantationsgesetz ist seit 2013 mehrfach modifiziert worden, u.a. wurde die staatliche Aufsicht des Transplantationswesens erweitert.

Unsicherheit spiegelt sich in der gesellschaftlichen Diskussion über die aktuellen Gesetzesentwürfe wider. Ist die Freiwilligkeit der Spendenbereitschaft in Gefahr? Vertreter aus Politik, Medizin, Kirche und Gesellschaft im offenen Dialog zur Organspende. Als einer der Diskussionsteilnehmer würde ich mich über Ihre Anwesenheit sehr freuen.