Bundesförderung gestartet: DigitalPakt Schule hält 13,4 Millionen Euro für Schulen in Aachen bereit

Das nordrhein-westfälische Schulministerium hat am 15. September den Startschuss für Förderungen aus dem DigitalPakt Schule gegeben. Kommunale und freie Schulträger sowie Schulen des Gesundheitswesens können nun Anträge bei den zuständigen Bezirksregierungen einreichen. Der Bund stellt bis 2024 insgesamt fünf Milliarden Euro als Finanzhilfe zur Verfügung, um gemeinsam mit den Ländern für eine bessere und flächendeckende Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik zu sorgen. Nordrhein-Westfalen erhält gemäß Königsteiner Schlüssel insgesamt 1,054 Milliarden Euro vom Bund. Wie die Landesregierung NRW Anfang September mitteilte, steht allein für Schulen in der Stadt Aachen ein Förderbudget von 13.436.672 Euro bereit. Davon entfallen bis zu 8,66 Millionen Euro auf Schulen in Trägerschaft der Stadt Aachen, gefolgt von bis zu 3,63 Millionen Euro für Schulen in Trägerschaft des Bischöflichen Generalvikariat. Der Eigenanteil der Schulen zur öffentlichen Projektförderung beträgt 10 Prozent. Antragsberechtigt sind auch die Träger von Pflegeschulen und Schulen der Gesundheitsfachberufe.

Voraussetzung für den DigitalPakt Schule, der erstmals eine unterstützende Bundesförderung im Bereich der kommunalen Bildungsinfrastruktur ermöglicht, war unter anderem eine Änderung des Grundgesetzes (Finanzhilfe nach Artikel 104c). Diese trat nach Zustimmung des Deutschen Bundestages und des Bundesrates zum 4. April 2019 in Kraft. Förderfähig sind insbesondere die Versorgung mit Breitband-Internet innerhalb der Schulen, die WLAN-Ausleuchtung sowie stationäre Endgeräte wie interaktive Tafeln. Der Anteil an Fördermitteln, der für mobile Endgeräte genutzt wird, darf dabei nicht 20 Prozent aller Fördermittel pro Schulträger überschreiten. Während der Bund die Investitionshilfen bereitstellt, sind die Länder für die administrative Umsetzung des DigitalPakts Schule zuständig. Dazu zählt unter anderem die Entwicklung medienpädagogischer Konzepte durch die Schulen, die Qualifizierung von Lehrkräften und die nun gestartete Förderabwicklung über die Bezirksregierungen.

Um die Umsetzung zu erleichtern, hat das nordrhein-westfälische Schulministerium eine Unterstützungsstruktur für Schulträger und Schulen aufgebaut: In allen fünf Bezirksregierungen sind Geschäftsstellen von „Gigabit.NRW“ angesiedelt, die zur digitalen Infrastruktur unterstützen und beraten. Zudem seien aktuell 180 Medienberaterinnen und Medienberater des Landes für Fragen zur Schulentwicklung in der digitalen Welt ansprechbar.

Weitere Informationen zum DigitalPakt Schule auf der Internetseite des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)