Neue Stiftung unterstützt Ehrenamtliche

Über das Gesetz zur Errichtung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt stimmte der Deutsche Bundestag am 30. Januar 2020 ab. Ziel ist es, mit der Errichtung einer Ehrenamtsstiftung zukünftig Ehrenamtliche bei ihrer Arbeit noch stärker zu unterstützen. Mehr als 30 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Sie setzen ihre Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen für eine Aufgabe ein, die der Allgemeinheit dient und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Die Stiftung soll dazu beitragen, bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt insbesondere in strukturschwachen und ländlichen Räumen zu stärken und zu fördern. Hierfür soll die Stiftung vor allem Serviceangebote wie Beratung und Informationsvermittlung für Ehrenamtliche für ihre unterschiedlichen und vielfältigen Herausforderungen bereitstellen. Den Ehrenamtlichen soll ein unbürokratischer Service zur Verfügung stehen, da sie meist unkomplizierte und zeitnahe Antworten auf praktische Fragen benötigen. Vor allem bei schwierigen Themen wie Datenschutz, Schutzkonzepten gegen sexuellen Missbrauch und Finanzierung soll die Stiftung unterstützend zur Seite stehen. Ein weiterer Schwerpunkt der Stiftung liegt auf der Qualifizierung und Fortbildung.

Der jährliche Finanzbedarf der Stiftung wird auf 30 Millionen Euro geschätzt. Für den Stiftungsrat besteht die Möglichkeit Fachbeiräte zu berufen, um die Zivilgesellschaft noch stärker zu beteiligen. Die Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt wird aus einem Vorstand und einem Stiftungsrat bestehen. Letztgenannter wird sich aus Vertretern verschiedener Bundesministerien, Mitgliedern des Bundestages, Vertretern aus Ländern und Kommunen sowie Vertretern aus dem Bereich des Ehrenamtes zusammensetzen.