Bildung und Forschung: Maßnahmen in der Corona-Pandemie

Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) engagiert sich zurzeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf Deutschland. Dazu zählen vor allem Investitionen in die Forschung, in die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen, der Aufbau eines Forschungsnetzwerks deutscher Unikliniken sowie die BAföG-Förderung und die Digitalisierung von Schulen. Das Ministerium hat zusätzliche 145 Millionen Euro zur Förderung der Impfstoffentwicklung für die internationale „Coaltition for Epidemic Preparedness Innovations“ (CEPI) bereitgestellt. CEPI ist eine öffentlich-private Partnerschaft, in der staatliche Förderer, Stiftungen, Forschungseinrichtungen und Pharma-Unternehmen zusammenarbeiten.

Im Inland fördert das BMBF die virologische Forschung am neuen Coronavirus „SARS-CoV-2“ mit über 10 Millionen Euro. Forschende sollen damit die Eigenschaften des Virus entschlüsseln und so weitere Ansatzpunkte für die Therapie- und Impfstoffentwicklung schaffen. Ziel ist die Entwicklung neuer Wirkstoffe sowie der Aufbau bestehender Wirkstoffe. Darüber hinaus wird das Ressort zusätzliche 100 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt 2020 sowie 50 Millionen Euro als „Verpflichtungsermächtigung“ für die kommenden Jahre aus der globalen Mehrausgabe „Corona-Pandemie“ erhalten. Damit sollen auch die Kompetenzen der Universitätskliniken besser genutzt werden. An der Charité in Berlin entsteht eine Kooperationsstelle für alle universitätsmedizinischen Standorten, die eine „Nationale Task Force COVID-19“ einrichtet und zentrale Infrastrukturen wie eine patientenbezogene Datenbank aufbauen wird. Dies soll einen zügigen Austausch von Erkenntnissen und eine flächendeckend hohe Behandlungsqualität ermöglichen.

Mit zusätzlichen 15 Millionen Euro im Jahr 2020 werden die Arbeiten am laufenden BMBF-Projekt „Schul-Cloud“ verstärkt. Trotz Schulschließungen sollen Schülerinnen und Schüler so Unterrichtsmaterial jederzeit bearbeiten und sich online mit Lehrkräften austauschen können. Im Bereich des BAföGs hat sich das BMBF dafür eingesetzt, dass Geförderte nicht durch Einkommensanrechnungen von einem Engagement in der aktuellen Krise abgehalten werden. So können Studierende systemrelevante Berufe entlasten, etwa im Gesundheitssystem, im Sozialwesen oder in der Landwirtschaft. Auch hat das BMBF die zuständigen Landesbehörden veranlasst, alle bereits bewilligten BAföG-Leistungen weiter zu gewähren – auch dann, wenn Schulen geschlossen sind oder der Beginn des Sommersemesters verschoben wird. Dies greift auch bei Ausbildungen im Ausland, wenn dort Ausbildungsstätten geschlossen sind oder Einreisebeschränkungen bestehen. Studienanfänger, die zum Sommersemester 2020 erstmals BAföG beziehen, erhalten ihre Leistungen wie bereits vorgesehen.

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