Wasserstoffstrategie: Ein großer Schritt für die Energiewende

Um Deutschland zum weltweit führenden Ausrüster für moderne Wasserstofftechnologien zu machen, hat das Bundeskabinett am 10. Juni die Nationale Wasserstoffstrategie beschlossen.

Im Mittelpunkt der 9-Milliarden-Förderung der Nationalen Wasserstoffstrategie steht Grüner Wasserstoff, der durch Elektrolyse von Wasser hergestellt wird, wobei für die Elektrolyse ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz kommt. Unabhängig von der gewählten Elektrolysetechnologie erfolgt die Produktion von Wasserstoff CO2-frei, da der eingesetzte Strom zu 100% aus erneuerbaren Quellen stammt und damit CO2-frei ist.

Aus diesem Grund wird Grüner Wasserstoff als Energieträger der Zukunft bezeichnet, der neue Ansätze für die von der Bundesregierung vorgenommene Energiewende ermöglicht: Wir brauchen grüne Energie in allen Lebensbereichen, um unsere Klimaziele zu erreichen.

Damit ist Grüner Wasserstoff der dringend benötigte Baustein für die sogenannte Sektorenkopplung und den Aufbau eines nachhaltigen, globalen Energiesystems auf Grundlage der Erneuerbaren.

Im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie werden folgende Vorhaben unterstützt:

  • die ambitionierte Umsetzung der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie mit dem Ziel, grauen Wasserstoff in der Kraftstoffproduktion durch grünen Wasserstoff zu ersetzen,
  • die Förderung von sogenannten Elektrolyseuren (eine Vorrichtung, die Wasser in die Grundkomponenten Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt),
  • die Förderung der erweiterten Nutzung von Wasserstoff,
  • eine Forschungsoffensive „Wasserstofftechnologien 2030“,
  • Investitions- und Betriebskostenzuschüsse für die Herstellung von Wasserstoff und bei Umstellung auf klimafreundliche Industrieverfahren,
  • Stärkung / Weiterentwicklung der nötigen Infrastrukturen,
  • Prüfung staatlich induzierter Preisbestände im Energiebereich – angedacht ist eine Befreiung der Herstellung von grünem Wasserstoff von der EEG-Umlage und
  • ein verstärkter Aufbau internationaler Partnerschaften zum Thema Wasserstoff, auch in der Entwicklungszusammenarbeit, beispielsweise beim Aufbau und Betrieb von Anlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff.

Zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Strategie übernehmen der Nationale Wasserstoffrat, ein ressortübergreifender Staatssekretärsausschuss für Wasserstoff und der Innovationsbeauftragte „Grüner Wasserstoff“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wichtige Aufgaben.