10 Millionen Euro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für Aachener Forschungsprojekt zur Laser-Produktion

Mit ca. 10 Millionen Euro (97,5 Prozent Förderanteil durch das BMBF) wird seit dem 1. Oktober 2020 der Aachener Forschungscampus „Digital Photonic Production (DPP) Open Know-how-Pool“ über eine Projektlaufzeit von fünf Jahren gefördert. An dem Campus sind der Lehrstuhl für Maschinenwesen der RWTH Aachen, das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) sowie zwei Aachener Unternehmen beteiligt.

Der Forschungscampus DPP setzt sich die hochqualitative Herstellung von individuellen Bauteilen unabhängig von ihrer Losgröße oder Geometrie mit digitalen Daten mittels Laserstrahlung zum Ziel. In den drei definierten Kompetenzfeldern ,,Digital“, ,,Photonic“ und ,,Production“ betreiben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angewandte Grundlagenforschung zu Schlüsseltechnologien, -kompetenzen und -komponenten. In den beiden Anwendungsfeldern ,,Additive Production“ und ,,Subtractive Production“ werden diese evaluiert und prototypisch in industrielle Prozessketten integriert. Langfristig strebt der Forschungscampus DPP die Etablierung eines Innovationsökosystems für die photonische Produktion am Standort Aachen an.

Die Koordination des Forschungsvorhab0ens erfolgt über die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen. Eine enge Kooperation mehrerer Beteiligter ermöglicht diesen, Geräte und Anlagen gemeinsam zu nutzen sowie Ergebnisse und Risiken zu teilen. Mehr als die Hälfte der Fördersumme nimmt dabei das Teilvorhaben „Grundlagenforschung für den Know-how-Pool und Erarbeitung von innovativen Kooperationsstrukturen“ der RWTH in Anspruch. Weitere Teilvorhaben stellen die „DPP Prozesskontrolle und Datenintegration“ der ModuleWorks GmbH sowie die „Entwicklung und Anpassung metallischer Legierungssysteme unter Berücksichtigung der speziellen Anforderungen additiver Fertigungsverfahren“ des ACCESS e.V. dar. Grundlegende Untersuchungen mittels zeitlicher und örtlicher Lasermodulation und Erforschung von Multistrahlsystemen zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung in additiven und subtraktiven Prozessen durch die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung eingetragener Verein – Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) bilden auch einen Teil des Gesamtprojektes.