Wir erweitern die Fördermöglichkeiten und sichern damit die Ausbildungsplätze

Schon seit Anfang der Pandemie haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Corona-Krise nicht zu der Krise auf dem Ausbildungsmarkt führen darf. Zum 1. August 2020 hat die Bundesregierung die Förderung der Ersten Förderrichtlinie für das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ gestartet. Sie umfasst vier Fördermaßnahmen: die Ausbildungsprämie, die Ausbildungsprämie plus, den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung und die Übernahmeprämie.

Ziel des Programmes ist es, mit verschiedenen Prämien und einem Zuschuss das Ausbildungsniveau trotz der Corona-Krise mindestens aufrechtzuerhalten und Kurzarbeit für Auszubildende und Ausbildende zu vermeiden.

Bereits hat die Bundesagentur für Arbeit erste Ergebnisse zusammengefasst: Von August bis November 2020 wurden insgesamt 20.300 Prämien positiv entschieden (davon 7.800 sind Ausbildungsprämien, 12.500 Ausbildungsprämien plus und30 Übernahmeprämien bei Insolvenz).

In dieser uns alle fordernden Situation wollen wir noch breiter helfen als bisher – Daher senken wir die Voraussetzungen für die Ausbildungsprämien und erweitern die Fördermöglichkeiten der Ersten Förderrichtlinie, damit mehr Betriebe und dadurch mehr Auszubildende davon profitieren können.

Die vier bisher geltenden Fördermaßnahmen werden folgendermaßen erweitert:

  • Ausbildungsprämien: Wenn Ausbildungsbetriebe im Zeitraum von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent oder in fünf zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verkraften müssen (bisher: durchschnittlich mindestens 60 Prozent in April und Mai 2020 gegenüber dem Vorjahr).
  • Kurzarbeit: Die Durchführung von Kurzarbeit wird in Zukunft auch im zweiten Halbjahr 2020 berücksichtigt (bisher: nur erstes Halbjahr 2020).
  • Ausbildungen, die zwischen dem 24. Juni 2020 (Datum des Kabinettbeschlusses zu den Eckpunkten des Bundesprogramms) und dem 31. Juli 2020 begonnen haben, werden in die Ausbildungsprämien miteinbezogen.
  • Zuschüsse: Die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung werden bis einschließlich Juni 2021 verlängert (bisher: Laufzeit bis einschließlich Dezember 2020).
  • Übernahmeprämie: Die Übernahme von Auszubildenden, deren Ausbildungsstelle wegen pandemie-bedingter Insolvenz des ursprünglichen Betriebes verloren gegangen ist, wird künftig unabhängig von den Betriebsgrößen mit einer gefördert (bisher: nur, wenn beide Betriebe maximal 249 Mitarbeiter hatten). Diese Übernahmen werden bis zum 30. Juni 2021 gefördert (bisher: bis zum 31. Dezember 2020).

Die Änderungen gelten auch rückwirkend: Anträge auf Förderungen können innerhalb von drei Monaten auch für bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gestellt werden, für die bisher eine Förderung nicht möglich war, die aber von den geänderten Voraussetzungen erfasst sind. Das gilt, auch wenn ein vorheriger Antrag aus diesen Gründen abgelehnt worden ist.

Mehr dazu unter https://www.bmbf.de/de/das-sollten-kmu-jetzt-wissen-11839.html