Aktionstag Kinderrechte 2015: Rudolf Henke diskutiert mit Schülerinnen und Schülern

Anlässlich des Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November und dem 25-jährigen Bestehen der Konvention diskutierte Rudolf Henke Anfang Dezember mit Kindern und Jugendlichen des Inda-Gymnasiums in Aachen.

Aufgerufen zur Teilnahme hatten UNICEF und das Auswärtige Amt alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

Unter dem Motto „Kinderrechte machen Schulen“ hatten sich die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Jahrgangsstufen im Vorfeld gemeinsam mit UNICEF auf die Diskussion vorbereitet und in ihren Klassen diskutiert. Dies wurde auch in der circa zweistündigen Diskussion mit Rudolf Henke deutlich, in der eine große Vielfalt von Themen, verbunden mit Kinderrechten, angesprochen wurden.

Bereits die Eingangsfrage eines Schülers, die sich für eine religionsfreie Erziehung von Kindern und Jugendlichen einsetzte, zeigte, dass die Diskussion eine Vielfalt von Themen ansprechen würde. So interessierte sich ein Fünftklässler für die Frage, warum die Kinderrechte nicht in das Grundgesetz aufgenommen werden. Eine Debatte, wie Rudolf Henke betonte, die auch die verschiedenen Parteien im Deutschen Bundestag diskutieren. Rudolf Henke erklärte, dass er die Meinung vertritt, dass die Grundrechte als grundlegende Rechte für alle Menschen, auch Kinder, Gültigkeit haben und die Rechte für Kinder somit nicht noch einmal gesondert im Grundgesetz formuliert werden müssten.    

 

Neben den Rechten der Kinder in Deutschland, interessierten sich die Schülerinnen und Schüler auch für die Einhaltung der Kinderrechtskonvention in anderen Ländern, die die Konvention unterzeichnet haben, doch dagegen verstoßen. So fragte eine Schülerin danach, was Deutschland gegen die Kinderarbeit in Indien, beispielsweise im Rahmen der Herstellung von Grabsteinen, tun könnte. Rudolf Henke erklärte, dass Kommunen und Gemeinden in Deutschland Friedhofssatzungen verabschiedet haben, die die Aufstellung in Kinderarbeit gefertigter Grabsteine untersagt. Jedoch müssten die Menschen in Indien mit seiner demokratischen Staatsform eigenständig, z.B. in Rahmen von Wahlen, versuchen, die Verhältnisse in ihrem Land, auch in Bezug auf Kinderrechte, zu verändern.  Eine Frage einer weiteren Schülerin zielte auf den Schutz der Kinder in den USA ab, die als eines von wenigen Ländern die UN-Kinderrechtskonvention bis heute nicht unterzeichnet haben.    

Natürlich war auch die Flüchtlingskrise ein Thema, das die Kinder und Jugendlichen beschäftigte. Wie können die Rechte der Kinder auf der Flucht und in Flüchtlingslagern geschützt werden? Welche Rechte haben unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, sogenannte UMF, in Deutschland? Wer kümmert sich um sie?  

v.l.n.r.: Lehrer Thomas Prinz übergibt Rudolf Henke die Wunschzettel der Schülerinnen und Schüler zum Thema Kinderrechte