Auf den Spuren von David Hansemann - Rudolf Henke besucht die AachenMünchener Versicherung

Ein weiteres großes Unternehmen stand auf dem Fahrplan der Sommertour: Rudolf Henke wurde durch Jörg Linder, verantwortlich für den Bereich Kommunikation, sowie den Verwaltungsleiter Dieter Schumacher bei der AachenMünchener Versicherung empfangen.

Das Unternehmen, das vor 185 Jahren durch den Aachener David Hansemann gegründet wurde, gehört heute zu den Großen in der Versicherungsbranche. Im Jahr 1998 erwarb die Generali Gruppe die Mehrheitsbeteiligung und seitdem ist sowohl der Bereich der Lebensversicherungen als auch der Sachversicherungen (Unfall, KFZ, Haft- und Schadensbereich) im Besitz von Generali Deutschland. Der Hauptsitz mit rund 1700 Mitarbeitern ist jedoch seit Gründung stets in Aachen gewesen.

Auf eine Darstellung der Firmenhistorie, folgte eine Führung durch das Firmengebäude. Im Jahr 2010 fertig gestellt, haben die Aachener das architektonische Unikat mittlerweile in ihr Herz geschlossen. Und ein besonderes Stück der jüngeren Aachener Geschichte befindet sich im Gebäude: Gut aufgehoben in einem Glaskubus, liegt der letzte Mittelfeldpunkt des Tivoli-Stadions und ließ das Fanherz aller Beteiligter höher schlagen.

Im anschließenden Gespräch mit Herrn Westkamp, Vorsitzender des Vorstands der AachenMünchener,  wurde insbesondere das Thema der privaten Altersvorsorge besprochen, das dem Vorstandsvorsitzenden zunehmend Sorge macht. Die Angst als Person, die privat für den Lebensabend z.B. durch die Riester-Rente vorsorgt, der Verlierer zu sein, wächst zunehmend. Die Versicherer würden die zunehmende Skepsis schon heute spüren. Rudolf Henke nahm die Beobachtungen mit und betonte noch einmal, dass die private Altersvorsorge angesichts des demographischen Wandels eine wichtige Säule der Altersvorsorge darstellt. „Die finanzielle Sicherheit im Alter ruht auf drei Säulen: der gesetzlichen Sicherung in der Rentenkasse, der Betriebsrente und der privaten Altersvorsorge. Staatliche Zuschüsse machen zum Beispiel die Riester-Rente oder eine zusätzliche Pflege-Vorsorge attraktiver. Das kommt zu dem angesparten Geld des Einzelnen hinzu. Wer spart, leistet aber erst einmal Konsumverzicht. Dazu muss er auch sicher sein, dass ihm das Geld später auch zur Verfügung steht, wenn er es braucht. Deshalb gehören Rechnungen auf den Prüfstand, bei denen zum Beispiel bei Bezug von Grundsicherung alles aufgezehrt wird, was man angespart hat. Es muss auch in der Praxis so sein, dass Sparen sich lohnt“, so  Rudolf Henke. 

Auch die Schäden im Rahmen von Naturereignissen wie Unwetter- und Hagel beschäftigen die AachenMünchener. Da die hohe Versicherungssumme der Gebäude- und Hausratversicherung in Hochwassergebieten nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung erschwinglich ist, appelliert die Versicherung insbesondere an die Aufgaben der Kommunen und Landkreise, stärker in den Hochwasserschutz zu investieren.