Austausch mit der IHK zur Energiepolitik

Für eine "Energiewende mit Augenmaß": Rudolf Henke hat sich mit weiteren Bundestagskollegen aus der Region und der IHK über die "Energiepolitischen Positionen" der Kammer ausgetauscht.

Rudolf Henke, Helmut Brandt und Wilfried Oellers informierten sich über die Forderungen der IHK, die rund 450 Unternehmern aus unterschiedlichen Branchen der gesamten Region im vergangenen Jahr erarbeitet hatten.

Drei wesentliche Rahmenbedingungen stehen dabei im Vordergrund: die sichere und stabile Energieversorgung, die internationale Wettbewerbsfähigkeit und der Verbund mit dem europäischen Energiemarkt.

Wertschöpfungsketten in Gefahr

Aus aktuellem Anlass diskutierte die Runde auch über das "Eckpunktepapier Strommarkt", demzufolge das Bundeswirtschaftsministerium bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen um 22 Millionen Tonnen reduzieren will. Aus Sicht der IHK hätte das prekäre Folgen: "Im Kammerbezirk steht eine Vielzahl funktionierender Wertschöpfungsketten auf dem Spiel. Die gilt es zu erhalten, damit Arbeitsplätze gesichert werden und die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft gestärkt wird", erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer.

Regionale Hersteller von Papier, Nahrungsmitteln, Glas, Metall, Chemieprodukten und Kunststoffen garantieren Wertschöpfung für zahlreiche Veredelungsbetriebe, Dienstleister und Zulieferer. "Diese Unternehmen würden deutliche Wettbewerbsbeeinträchtigungen erfahren", erklärte IHK-Geschäftsführerin Anke Schweda.

Als Beispiel nannte sie die Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG in Euskirchen. Das Unternehmen stellt durch den heimischen Energieträger Braunkohle Zucker her, der zu 80 Prozent in der Region weiterverarbeitet wird. Durch die Regierungspläne zur CO2-Abgabe würde diese Wertschöpfungskette unterbrochen.

Im Einsatz für das dritte Gleis

Thema des Treffens war auch das dritte Gleis zwischen Aachen und Düren: Die IHK setze sich dafür ein, dass die Maßnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wird, erklärte Bayer.

Quelle: IHK Aachen