Beihilfe zur Selbsttötung ist keine ärztliche Aufgabe

Im Plenum des Deutschen Bundestags fand heute die 1. Beratung der vier fraktionsübergreifenden Gesetzentwürfe zum Thema Sterbebegleitung statt. In einem Punkt sind sich alle Entwürfe einig: Die kommerzielle Beihilfe zur Selbsttötung soll verboten werden, denn niemand soll mit dem Leid und der Verzweiflung von Menschen sein Geld verdienen können.

Rudolf Henke unterstützt – wie die meisten seiner Kollegen aus dem Bundestag – den Gesetzentwurf seiner Kollegen Michael Brand, Kerstin Griese u.a., der ein strafrechtliches Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung einführen möchte. Dazu erklärt Rudolf Henke: „Ich halte die Regelung aus der Berufsordnung der deutschen Ärzteschaft für richtig, wonach Ärzte keine Beihilfe zur Selbsttötung leisten dürfen. Ich werbe zudem für ein strafrechtliches Verbot organisierter oder anderweitiger geschäftsmäßiger Beihilfe zur Selbsttötung. Ich setze darauf, dass wir so auch der Werbung für die Unterstützung zur Selbsttötung den Boden entziehen.

Dabei ist zu beachten, dass kein Patient eine ungewollte Behandlung erdulden muss, gegen seinen Willen also auch keine lebenserhaltenden Maßnahmen aufrechterhalten werden dürfen.“

Die Rede im Plenum können Sie hier verfolgen.