Besuch des Tagebaus Inden

Zusammen mit meinen Teams aus meinen Büros in Berlin und Aachen habe ich am 30. August den Tagebau Inden der RWE Power AG besichtigt und interessante Eindrücke mitgenommen.

In einem Gespräch mit dem Leiter des Tagesbaus, Dr. Andreas Wagner, haben wir ausführlich über die Energiewende und die Rolle konventioneller Energiegewinnung gesprochen. Nach wie vor ist Nordrhein-Westfalen ein Energieland und die Gewinnung von Braunkohle ein wichtiger Faktor unserer Wirtschaft und der Energiesicherheit. Da Deutschland in hohem Maße von Importenergie abhängig ist, insbesondere bezüglich Mineralöl, Erdgas, Steinkohle und Kernbrennstoff, bildet der heimische Energieträger Braunkohle eine wichtige Sicherheitssäule im Energiemix.

Die Politik steht hinter der Energiewende und wird diese auch weiter vorantreiben, doch sind wir trotz der gesteckten Ziele, den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis zum Jahr 2025 auf mindestens 45% zu steigern, auch weiterhin auf konventionelle Stromerzeugung angewiesen - gerade im Hinblick auf den Atomausstieg, der bis 2022 vollzogen sein soll.

2015 stammten rund 42 % der deutschen Stromversorgung aus Kohle, doch der Ausstieg ist bereits im Gang. Bis 2020 sollen 12,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr durch Stilllegungen von Braunkohlenkraftwerksblöcken eingespart werden. Insgesamt sollen die CO2-Emissionen aus der Braunkohle bis ca. 2030 um 40 bis 50 % reduziert werden. Der Tagebau Inden wird voraussichtlich im Jahr 2030 ausgekohlt sein und damit auch das Kraftwerk Weisweiler, das vollständig durch den Tagebau befeuert wird, seine Tore schließen. Dann beginnen Jahrzehnte der Rekultivierung, in denen neues Ackerland und ein See, gespeist durch die Rur, entstehen werden.

Nach dem ausführlichen Gespräch erhielten wir eine Tour durch den Tagebau und konnten den eindrucksvollen Schaufelradbaggern hautnah bei der Arbeit zusehen.