BMBF fördert PDPs

Die Förderung von Produktentwicklungspartnerschaften (Product Development Partnerships, PDPs) bildet eine der zentralen Säulen des im Oktober 2015 erneuerten Förderkonzeptes "Globale Gesundheit im Mittelpunkt der Forschung- Vernachlässigte und armutsbegünstgte Krankheiten" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Wie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium und CDU-Abgeordneter, Thomas Rachel, nun mitteilte, hat das BMBF im Juni eine Entscheidung zur erneuten Förderung von PDPs getroffen. 

Auf Grundlage einer Begutachtung durch einen unabhängigen, internationalen Gutachterkreis hat das BMBF entschieden, fünd PDPs mit insgesamt rund 50 Mio. Euro zu unterstützen. In einem nächsten Schritt werden nun die Vertragsverhandlungen zur Umsetzung aufgenommen. Die thematische und methodische Bandbreite der geförderten Projekte ist erfreulicherweise sehr ausgewogen und vielfältig.

Folgende PDPs sollen gefördert werden:

- "Drugs for Neglected Diseases initiative (DNDi)" zur Behandlung von Human African Tryposomiasis, Leishmaniasis und der Filariose;

- "International Partnership for Microbicides (IPM)" zur Prävention von HIV;

- "Medicines for Malaria Venture (MMV)" zur Entwicklung neuer Malaria-Wirkstoffe;

- "PATH Malaria" zur Weiterentwicklung eines Malaria-Impfstoffes;

- "TB Alliance" zur Entwicklung neuer Tuberkulose-Wirkstoffe.

Damit verdoppelt das BMBF die für die PDPs zur Verfügung stehenden Mittel im Vergleich zur ersten Förderrunde und macht deutlich, dass es der Thematik "Globale Gesundheit" insbesondere im internationalen Rahmen der G7 und G20 hohe Priorität beimisst.