Das sind wir den Müttern schuldig- Kindererziehung besser anerkennen, Mütterrente anheben

CDU und CSU haben die Kindererziehungszeit in der Rente eingeführt und schrittweise verbessert. Ab dem 01. Januar 2014 wollen CDU und CSU für alle Mütter oder Väter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, die Erziehungsleistung mit einem zusätzlichen Rentenpunkt in der Alterssicherung berücksichtigen.

Pro Kind und Monat sind dies rund 28 Euro mehr Rente. Das entspricht bei zwei Kindern durch-schnittlich 650 Euro mehr Rente im Jahr. Viele dieser Frauen und Männer haben nach der Geburt ihrer Kinder ihre berufliche Tätigkeit aufgegeben, um für ihre Familie da zu sein.

Diese Zusage werden CDU und CSU in den Koaliti-onsverhandlungen durchsetzen. Da die Erhöhung der Mütterrente nicht den Bundeshaushalt nicht zusätz-lich belastet, wird sie sicher zu den ersten Gesetzen gehören, die eine von der Union geführte Regierung beschließen wird. Das sind wir den betroffenen Frauen schuldig.

Finanziell ist diese bessere Anerkennung durch die gute finanzielle Situation der Rentenversicherung und vorhandene Mittel aus dem Zuschuss des Bundes möglich. Die Kritik, die aus den Arbeitgeberverbanden dazu kommt, ist nicht gerechtfertigt. Die Rente ist solide finanziert. Der Bund zahlt rund 80 Milliarden Euro in die Rentenversicherung, davon etwa 11,5 Milliarden Euro für die Mütterrenten. Das ist mehr, als gebraucht wird. Für die Mütterrenten werden im Augenblick nur rund 6 Milliarden Euro benötigt. Daher ist die zusätzliche Mütterrente finanziert. Inwieweit daneben der Beitragssatz sinken kann, hängt von der gesetzlichen Obergrenze für die Rücklage in der Rentenversicherung ab.

Zur Erinnerung: Allein in den vergangenen zwei Jahren ist der Beitragssatz in der Rentenversicherung um einen Prozentpunkt auf 18,9 Prozent gesunken. Die Arbeitgeber haben immer darauf Wert gelegt, dass der Gesamtbeitrag zur Sozialversicherung, den sie und die Arbeitnehmer tragen, unter 40 Prozent liegt. Dieses Ziel ist erreicht. Wenn wir die gute Wirtschaftsentwicklung verteidigen bleibt dies auch für die kommende Legislatur realistisch.