Die Union ist die Partei des Miteinander- Rudolf Henke bei der Senioren Union

"Uns ist klar: Nur wenn wir gemeinsam, als gesamte Gesellschaft, anpacken, können wir die zukünftigen Aufgaben meistern. Und nur gemeinsam können wir auch die Chancen nutzen, die sich daraus ergeben."

"Die Älteren Menschen gehören mit dazu, gehören in unsere Mitte. Deren Ideen, Erfahrungen und Ihre aktive Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sind für ein gutes Miteinander der Generationen unverzichtbar," betonte Rudolf Henke beim Bezirkstag der Senioren Union Aachen.

Das Thema seiner Rede lautete „Politik für Senioren im Deutschen Bundestag.“ Rudolf Henke betonte, dass die Regierung unter Führung von Angela Merkel auf der einen Seite in den vergangenen vier Jahren das Miteinander der Generationen durch viele Reformen, Initiativen und Gesetzte aktiv vorangetrieben. Auf der anderen Seite haben wir auch eine Vision und Idee, wie wir das Miteinander in den nächsten vier Jahren noch stärker vorantreiben können und Politik für Senioren gestalten. An fünf Punkten legte er dies dar.

1) Selbstbestimmtes Wohnen
Die große Mehrheit älterer Menschen wünscht sich, möglichst lange in den eigenen vier Wänden und der ihnen vertrauten Umgebung wohnen zu bleiben. Deshalb ist es eine vorrangige Aufgabe der Politik, den altersgerechten Umbau sowie den barrierefreien Neubau von Häusern und Wohnungen zu fördern und dafür zu sorgen, dass das Wohnen im eigenen Quartier bezahlbar bleibt. Darüber hinaus können technische Hilfsmittel wie Sturzsensoren im Boden und Notrufsysteme bei ersten Einschränkungen ein sicheres Leben in der eigenen Umgebung ermöglichen, z.B. durch das Programm „Altersgerecht umbauen“: 62. 000 Wohnungen wurden mit dem Konjunkturprogramm I altersgerecht saniert. Dieses Programm wird als Eigenprogramm der KfW in Form eines Darlehens fortgesetzt.
Weiterhin werden wir generationenübergreifende Projekte wie die erfolgreichen Mehrgenerationenhäuser weiter fördern, in denen sich Menschen verschiedenen Alters begegnen und gegenseitig unterstützen. Wir haben das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser II“: Hier kommen die Generationen zusammen. Die Älteren können zum Beispiel jüngeren Familien helfen. Es gibt aber auch Angebote für demenziell Erkrankte. Wir wollen diese Mehrgenerationenhäuser zu Bürgerhäusern weiterentwickeln.

2) Lebenslanges Lernen
Bildung fängt zu Hause an, bei den Kleinsten: Mutter und Vater beginnen, was Kita, Schule, Betrieb und Hochschule fortsetzen. Doch damit ist noch lange nicht Schluss: Lebenslanges Lernen wird für unser Land und seine Menschen immer wichtiger. Deswegen haben wir die Bildungsrepublik Deutschland auf den Weg gebracht und wollen deren Ausbau in den kommenden Jahren fortsetzen.
Lebensbegleitendes Lernen ist ein wichtiger Schlüssel für die persönliche Entwicklung des Einzelnen und die Innovationsfähigkeit von Unternehmen. Im Jahr 2012 nahmen mit 49 Prozent so viele Menschen hierzulande an einer Weiterbildungsmaßnahme teil wie niemals zuvor. Das Ziel einer Weiterbildungsbeteiligung von 50 Prozent im Jahr 2015, das sich Bund und Länder beim Dresdner Bildungsgipfel gesetzt hatten, ist damit schon jetzt nahezu erreicht.Das gilt auch für die ältere Generation in unserem Land: Wir müssen heute lernend altern und Altern lernen. Die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Älterwerden

3) Gesundes Älterwerden
Die Lebenserwartung ist in den letzten 50 Jahren enorm gestiegen. Dazu haben neue Erkenntnisse und Entwicklungen in Medizin, Medizintechnik und Pharmakologie wie auch ein gesundheitsbewussterer Lebensstil beigetragen. Wir wissen heute: Alter ist keine Krankheit, doch die Wahrscheinlichkeit, krank zu werden, steigt mit zunehmendem Alter. Die wachsende Zahl älterer Menschen in unserem Land wie auch der rasche Fortschritt in der medizinischen Forschung erfordern fortlaufend Anpassungen unseres Gesundheitswesens. CDU und CSU wollen eine gut erreichbare Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser, vor allem in ländlichen Regionen, sichern und dafür zum Beispiel die Attraktivität des Hausarztberufs steigern. Wir wollen, dass überall in unserem Land Ärzte jederzeit erreichbar sind. Mit dem Versorgungsstrukturgesetz haben wir wichtige Anreize gesetzt, die es für Ärztinnen und Ärzte attraktiver machen, sich an der Versorgung von Regionen mit zu wenigen Ärzten zu beteiligen. Wir haben zusätzliche Mittel für höhere Leistungen bereitgestellt, die Menschen mit Demenz, die zu Hause betreut werden, pflegenden Angehörigen und der Förderung neuer Wohngruppen zugutekommen. Pflegeleistungen können jetzt auch flexibler an konkrete Pflege- und Betreuungssituationen angepasst werden. Mit zahlreichen Maßnahmen haben wir den Grundsatz „Rehabilitation vor Pflege“ gestärkt. Wir haben dafür gesorgt, dass die Interessen der Betroffenen in Fragen der Begutachtung, Qualitätsentwicklung und der Transparenz von Qualitätsergebnissen stärker berücksichtigt werden.

Den Mitgliedern der eigenen Familie kommt eine besondere Verantwortung und Bedeutung bei der Pflege und Betreuung ihrer Angehörigen zu. Ihr oft aufopferungsvoller Einsatz verdient Anerkennung und Wertschätzung. Deshalb haben wir die Rahmenbedingungen für pflegende Angehörige weiter verbessert, beispielsweise durch den Anspruch auf die Hälfte des Pflegegelds während einer Kurzzeit- und Verhinderungspflege oder durch die Möglichkeit, Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen leichter in Anspruch zu nehmen. Auch werden pflegende Angehörige für ihr eigenes Alter noch besser abgesichert, in dem bei gleichzeitiger Pflege von zwei oder mehr Pflegebedürftigen die rentenrechtlich wirksamen Zeiten zusammengezählt werden.

4) Alter in sozialer Sicherheit
Unser Land steht gut da, weil die CDU die Rahmenbedingungen richtig gesetzt hat: CDU und CSU halten an den Rentenreformen der vergangenen Jahre aus Gründen der Generationengerechtigkeit fest. Die Folgen der Bevölkerungsentwicklungen müssen fair zwischen Jung und Alt verteilt werden. Wir haben durch erfolgreiche Reformen die sozialen Sicherungssysteme gefestigt und zugleich Beiträge gesenkt. Durch die Senkung des Rentenversicherungsbeitrags zum 1. Januar 2013 von 19,6 auf 18,9 Prozent wurden Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils um rund 3,2 Milliarden Euro jährlich entlastet.

Wir wollen die Lebensleistung achten und in der Rente auszahlen. Wer jahrzehntelang gearbeitet, in den Generationenvertrag eingezahlt und zusätzlich vorgesorgt hat, muss im Alter eine auskömmliche Rente haben und darf nicht auf Grundsicherung angewiesen sein. Auch bei Geringverdienern mit einer langen Erwerbsbiografie soll die Lebensleistung in der Rente gewürdigt werden.
Wer fleißig ist und vorsorgt, muss im Alter etwas davon haben. Er soll im Ruhestand kein Bittsteller werden, sondern seinem Staat auf Augenhöhe begegnen können. Wer 40 Jahre versichert ist und privat vorgesorgt hat, soll einen Zuschuss zur Rente auf 850 Euro erhalten. Die Leistung von Menschen, die Kinder erzogen oder/und Angehörige gepflegt haben, wollen wir dabei in stärkerem Maße anerkennen.

Eine zukunftsfeste Alterssicherung steht für uns auf drei Säulen: der gesetzlichen Rentenversicherung, der privaten und der betrieblichen Vorsorge. Die gesetzliche Rentenversicherung bleibt dabei die tragende Säule. Wir haben sie gestärkt, indem wir die Rente mit 67 beschlossen haben. Bis 2029 werden wir sie schrittweise einführen.

Kindererziehung besser anerkennen – Mütterrente anheben

CDU und CSU haben die Kindererziehungszeit in der Rente eingeführt und schrittweise verbessert. Viele Frauen und Männer haben nach der Geburt ihrer Kinder ihre berufliche Tätigkeit aufgegeben, um für ihre Familie da zu sein. Ab 2014 wollen wir für alle Mütter oder Väter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, die Erziehungsleistung mit einem zusätzlichen Rentenpunkt in der Alterssicherung berücksichtigen. Das entspricht bei zwei Kindern durchschnittlich 650 Euro mehr Rente im Jahr. Diese bessere Anerkennung ist durch die gute finanzielle Situation der Rentenversicherung und vorhandene Mittel aus dem Zuschuss des Bundes möglich und wir sind es den Müttern und Vätern schuldig, hier Gerechtigkeit zu schaffen.

5) Engagiertes Älterwerden

Für CDU und CSU hat das bürgerschaftliche Engagement Tradition und Zukunft. Wir halten an unserem Leitbild der aktiven Bürgergesellschaft fest. Ohne das freiwillige und unentgeltlich geleistete Engagement von Bürgerinnen und Bürgern kämen viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zum Stillstand. Mit Blick auf eine Gesellschaft, die geprägt ist von immer weniger Kindern und immer mehr Älteren, werden ehrenamtlich engagierte Menschen mehr denn je gebraucht. Daher werden wir auch  künftig die Anerkennungskultur für ehrenamtlich Tätige stärken.

Hinsichtlich der Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland ist der Bundesregierung und der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit dem „Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts“ zuletzt ein umfassender Schritt gelungen. Neben vielen wichtigen Details ist hervorzuheben, dass die Ehrenamtspauschale von 500 Euro auf 720 Euro und die Übungsleiterpauschale von 2.100 Euro auf 2.400 Euro angehoben wurde. Damit setzen die Bundesregierung und die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein wichtiges Zeichen für eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland.