Ergebnisse der PISA V-Studie 2013

Die aktuelle PISA V-Studie belegt, dass sich die deutschenAnstrengungen seit dem PISA-Schock jetzt auszahlen. Lesen Sie dazu die Ergebnisse im Einzelnen.

1. Wir haben uns konsequent hochgearbeitet.

Kein anderes Land hat sich seit der ersten PISA-Studie im Jahr 2000 so konsequent und kontinuierlich nach oben weiterentwickelt. In allen drei Kategorien (Mathe, Lesen, Naturwissenschaften) haben wir uns in allen vier Folgestudien jeweils verbessert. In Mathe und Naturwissenschaften sind wir schon 2009 in die Spitzengruppe vorgedrungen, beim Lesen haben wir erstmals jetzt ein zufriedenstellendes Niveau erreicht.

2. Wir sitzen Finnland im Nacken.

Fast zwei Schuljahre betrug der Lernvorsprung der Finnen im Jahr 2000. Finnland galt seither als schulpolitisches Musterland. Aber wir haben aufgeholt. In Mathe liegen wir schon fast gleichauf, beim Lesen und in den Naturwissenschaften haben wir den Abstand auf ein halbes Jahr verkürzt. Frankreich, Dänemark und Schweden haben wir in allen Kategorien längst überholt.

3. Bayern und Sachsen sind absolute Spitze.

Zwar lässt die PISA-Studie den direkten Vergleich der Bundesländer nicht mehr zu. Die ebenfalls 2012 durchgeführte nationale IQB-Studie offenbarte aber erhebliche Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. In Mathe etwa hatten die 15-jährigen Sachsen einen Leistungsvorsprung von zwei Schuljahren auf ihre Altersgenossen in NRW, Bremen und Berlin. In den Naturwissenschaften betrug der Leistungsunterschied zwischen Bayern und NRW immerhin noch ein ganzes Schuljahr. Insofern ist festzuhalten: Ohne Bayern und Sachsen wäre das hervorragende deutsche Gesamtergebnis nicht möglich gewesen. Im internationalen Vergleich wären Sachsen und Bayern zumindest in Europa absolute Spitze.

4. Die Schere schließt sich.

Nicht erst seit dem PISA-Schock wurde uns vorgeworfen, dass die Bildungschancen der Kinder bei uns wie in keinem anderen Land vom Elternhaus abhingen. Dieser Vorwurf ist vom Tisch. Die OECD bescheinigt uns jetzt, dass Deutschland zu den wenigen Staaten gehört, denen es gelungen ist, sowohl die Leistungen zu steigern als auch den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Kompetenzentwicklung zu verringern. In allen drei Kategorien haben wir den Anteil der Leistungsschwächeren nachweislich verringern können. In allen drei Kategorien ist die Gruppe der Leistungsschwächeren in Deutschland deutlich kleiner als im OECD-Durchschnitt. Großen Anteil hat an diesem Ergebnis die Förderung der Kinder aus zugewanderten Familien. Sie haben nicht zuletzt im Schwerpunktfach Mathe stark aufgeholt und gegenüber den Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund nahezu aufgeschlossen.

Fazit:

Die aktuelle PISA-Studie stellt uns ein gutes Zeugnis aus und bestärkt uns, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Quelle Bild: Markus Hammes