Es ist wichtig, Träume zu haben

Und Träume, die haben die Mädchen der Wohngruppe des Internationalen Bundes (IB), als Rudolf Henke sie fragt, wo sie sich in zehn Jahren sehen. Ob im Ausland oder im Studium, die jungen Mädchen im Alter zwischen vierzehn und achtzehn Jahren wissen, was sie vom Leben erwarten.

Dazu trägt auch die tägliche Arbeit der Sozialpädagogen, Sozialarbeiter und Erzieher des Internationalen Bundes bei. 

Dieses positive Bild konnte Rudolf Henke beim Besuch der Wohngruppe im Stadtteil Eilendorf mitnehmen, als er diese auf Einladung der Präsidentin, Frau Petra Merkel, im August im Rahmen seiner „Aachen real“-Tour besuchte. Der Internationale Bund, Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e.V., wurde 1949 in Tübingen gegründet und stellt sich mit 700 Einrichtungen an 300 Orten in Deutschland seitdem gesellschaftlichen Aufgaben und Herausforderungen. In Aachen ist der Internationale Bund mit einer Wohngruppe seit 1979 präsent. In der Wohngruppe stehen sechs Plätze für weibliche Jugendliche, die aus schwierigen Situationen in der Familie, Ersatzfamilie oder anderen Beziehungsfeldern kommen, mit intensivpädagogischer Betreuung zur Verfügung. Zentrales Anliegen vor Ort ist die Stabilisierung der Jugendlichen bei Nutzung ihrer Ressourcen und die Entwicklung einer individuellen Perspektive. Frau Mohr-Scholmanns, Gebietsleiterin des IB NRW Nord, verwies im Gespräch auch auf die große Vielzahl weiterer Angebote des Vereins: Von Wohngruppen, betreutem Wohnen und Tagesgruppen, über Jugendhilfezentren und Kooperationsmaßnahmen mit Schulen, bis zur der Unterstützung von Familien in besonderen Situationen, dem Angebot von offenen Ganztagsschulen und der Unterstützung durch Schulassistenz, bietet der IB ein großes Angebot der Hilfen zur Erziehung an.     

Zum Abschluss konnte sich Rudolf Henke im Rahmen einer Führung der Mädchen noch einen persönlichen Eindruck von der Umgebung des Wohnhauses machen. „Ich bin froh, dass ich die Gelegenheit erhalten habe, mir die Arbeit des Internationalen Bundes in Aachen vor Ort anzusehen. Als mittelgroßer Träger der Jugend- und Familienhilfe trägt der IB in Aachen dazu bei, den Bedarf der Jugendhilfe zu decken, vor allem aber das Angebot für Betroffene auszuweiten und die Mädchen in einem familiären und sozialen Umfeld bei ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen“, so das Fazit von Rudolf Henke nach seinem Besuch.