Forschung in Aachen: Das Verbundprojekt „render“

Am 6. Februar besuchte Rudolf Henke das BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung. Dort informierte er sich umfassend über das Verbundprojekt „render“ mit dem Thema „Regionaler Dialog Energiewende: Gemeinsam auf den Weg machen zur EnergieRegion Aachen 2030“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Das Bundesministerium unterstützt durch Förderungen besonders Projekte in Aachen, die sich der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung widmen. An „render“ beteiligen sind neben dem BET viele weitere Verbundpartner, wie das Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft der RWTH Aachen.

Das Projekt soll den Dialog zur Energiewende in der Region Aachen unterstützen, um die Umsetzung der Energiewende auch regional gemeinsam zu meistern. Der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien und nachhaltiges Landmanagement erfolgen so gezielt unter Beteiligung aller relevanten Anspruchsgruppen und Experten in einem zivilgesellschaftlichen Beteiligungsprozess. Die Devise ist hierbei, die Energiewende lokal und gemeinsam zu steuern.

Dr. Michael Ritzau und Stefan Brühl von der BET sowie Dr. Friedrich-Wilhelm Bolle und Jens Schneider vom Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft der RWTH Aachen stellten unter anderem die Ergebnisse ihrer Studie vor, die die regionalwirtschaftlichen Potenziale der Energiewende in der Städteregion Aachen untersucht hat. Die Studie umfasste die Abschätzung der ökonomischen Auswirkungen der zur Stromerzeugung in der Region besonders bedeutsamen Technologien Photovoltaik und Windenergie. Die Schaffung von Akzeptanz, Zukunftsstrategien und die Sensibilisierung der Region stehen im Fokus der gemeinsamen Projektarbeit.

„Mich freut es immer sehr zu sehen, wenn durch die Bundesregierung geförderte Projekte vor Ort gedeihen und einen großen Mehrwert für die Region schaffen – dafür setze ich mich auch weiterhin gerne in Berlin und Aachen ein. Besonders gut gefällt mir an diesem Projekt, dass Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Kommunen sowie Verbände gemeinsam die Energiewende vorantreiben und so auch einen Teil zum erfolgreichen Ausbau der erneuerbaren Energien beitragen“, so Rudolf Henke.

Insgesamt sollen im Jahr 2025 40 bis 45 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bestehen. Dieser Anteil soll auf 55 bis 60 Prozent im Jahr 2035 gesteigert werden. Die Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes 2014 sowie die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) setzen diese Ziele fest. Rudolf Henke regte an, das Projekt in Zukunft auch unter euregionalem Aspekt zu betrachten.