Grünenthal-Azubis fordern Rudolf Henke heraus

Von Politikverdrossenheit oder Angst vor der Zukunft bei jungen Menschen ist beim Treffen von Grünenthal-Auszubildenden mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Rudolf Henke am heutigen Dienstag, dem 16. Juli 2013, nichts zu spüren.

Im Gegenteil. Acht Auszubildende des internationalen Pharmaunternehmens aus den naturwissenschaftlichen und kaufmännischen Bereichen sind politisch sehr interessiert und fordern Rudolf Henke in dem 30-minütigenTermin heraus. So möchte Tamara Decker (21) beispielsweise wissen, wie sich der CDU-Abgeordnete speziell für junge Menschen einsetzen wolle. Hier argumentiert Rudolf Henke mit dem Thema Bildung: „Wenn junge Leute sich darauf einlassen, möglichst viel Wissen zu erwerben, dann sollen sie auch eine sichere Zukunft für sich und ihre Familie haben. Wir wollen deshalb allen jungen Menschen eine gute Chance für Bildung eröffnen. Denn wer eine erfolgreiche Ausbildung abgeschlossen hat, hat bessere Chance als jemand ohne Abschluss.“ Für Julia Schnitzler (20) stehe die Familienplanung zwar noch etwas hinten an, aber dennoch interessiere sie sich dafür, wie die CDU für mehr Chancengleichheit für Frauen beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen wolle. Zwar mache Grünenthal schon einige Angebote, aber Kitaplätze beispielsweise seien immer noch Mangelware. „In den letzten Jahren wurde die U3-Betreuung stark ausgebaut. Diesen Weg zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie müssen wir fortsetzen. Wenn die Kinder junger Familien ordentlich versorgt sind, können Mütter und Väter sich auch mit gutem Gewissen auf ihren Beruf konzentrieren und müssen ihre berufliche Laufbahn nicht unterbrechen“, entgegnet Rudolf Henke. Für Alexander Schütz (22) schließlich stelle sich die Frage, wie die Politik dazu beitragen könne, sichere Arbeitsplätze zu schaffen. „ An einer starken Wirtschaft müssen wir ein großes Interesse haben. Denn wenn wir eine starke Wirtschaft haben, können Unternehmen Gewinne erzielen. Die brauchen sie, um Investitionen zu tätigen und Arbeitsplätze zu sichern,“ argumentiert Rudolf Henke zum Schluss der Diskussion.
 
 
Grünenthal investiert in Ausbildung und Talente
Das Thema Ausbildung ist auch Gegenstand der Gespräche von Rudolf Henke mit dem Betriebsrat des Aachener Schmerzspezialisten. Grünenthal ist seit Jahren als eines der führenden Ausbildungsunternehmen in der Region bekannt und hat bereits mehr als 2.000 junge Menschen im Unternehmen ausgebildet. Im Durchschnitt bildet Grünenthal am weltweiten Hauptsitz in Aachen-Eilendorf parallel circa 90 Auszubildende und „Duale Studenten“ sowohl im naturwissenschaftlichen als auch im kaufmännischen Bereich aus. Für den Führungskräftenachwuchs und den Nachwuchs an wissenschaftlichen Fachexperten in Forschung, Entwicklung, Produktion und medizinischem Marketing hat das Unternehmen zudem spezielle Talententwicklungsprogramme ins Leben gerufen. Für Azubis, die eine außergewöhnliche Leistung zeigen und die sich nach abgeschlossener Ausbildung noch für ein Hochschulstudium entscheiden, bietet Grünenthal mit dem Studentenförderprogramm ein attraktives Angebot an, um auch während des Studiums über ein Stipendium und eine Werksstudententätigkeit mit dem Unternehmen verbunden zu bleiben. Grünenthal strebt zwar an, möglichst vielen ausgezeichneten Auszubildenden auch nach Beendigung der Ausbildung einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten, aber dies werde laut Aussage des Betriebsratsvorsitzenden Karl-Josef Matthias unter anderem auf Grund der veränderten politischen Rahmenbedingungen im Bereich der Gesundheitspolitik zunehmend schwieriger. „Ein forschungsintensives Unternehmen wie Grünenthal wünscht sich von der Politik natürlich möglichst verlässliche Rahmenbedingungen. Diese sind aber derzeit unter anderem durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz nicht gewährleistet. Dies wiederum hat auch Auswirkungen auf die beruflichen Zukunftsperspektiven unserer Azubis“, verdeutlicht Karl-Josef Matthias. Dazu ergänzt Kai Martens, Geschäftsleiter Deutschland der Grünenthal GmbH: „Vor dem Hintergrund der langfristig steigenden Ausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung sind die mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz verbundenen Neuerungen prinzipiell legitim. Es ist jedoch wichtig, dass die Planung und Durchführung des Nutzenbewertungsverfahrens verlässlich, fair, transparent und für alle Beteiligten nachvollziehbar vonstattengeht. Auch müssten Effekte in Bereichen wie z.B. Pflege, Arbeit oder Berentung berücksichtigt werden.“ Dies ist ein Zusammenhang, den auch Rudolf Henke ernst nimmt: „Die Politik hat die Notwendigkeit der verlässlichen und transparenten Prozesse im Rahmen des Arzneimittelmarkneuordnungsgesetzes erkannt und entsprechende Änderungen bei der Auswahl der zweckmäßigen Vergleichstherapie sowie bei der Preisfestsetzung durch die Schiedsstelle ergriffen.“
 
Intensive Suche nach innovativen Therapien gegen Schmerzen
Neben dem Gespräch mit den Auszubildenden von Grünenthal informiert sich Rudolf Henke auch darüber, wie bei Grünenthal an innovativen Therapien gegen chronische Schmerzen geforscht wird. Grünenthal sucht nach Medikamenten, die neben wirksamer Schmerzlinderung auch weniger Nebenwirkungen als auf dem Markt erhältliche Therapien aufweisen.Das Unternehmen steht im engen Dialog mit Patienten, um deren Bedürfnisse und tägliche Herausforderungen im Zusammenhang mit chronischen Schmerzen besser zu verstehen. Die Erkenntnisse werden bei der Forschung, Entwicklung und Vermarktung von Grünenthals Substanzen berücksichtigt. „Grünenthals Suche nach innovativen Lösungen zur Behandlung von Schmerzen ist ein wichtiger Beitrag für unser Gesundheitssystem. Die hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung zeigen, dass Grünenthal weiterhin führend auf dem Gebiet der Schmerztherapie bleiben will. Natürlich bin ich froh, weil sich das Unternehmen mit seiner Forschung auch zum Standort Aachen bekennt“, so Rudolf Henke abschließend zu den Grünenthal-Azubis, die ihn zum Ausklang des Besuches noch in das Betriebsrestaurant begleiten.