Inklusion weiter vorantreiben- Hilfen für schwerbehinderte Menschen im Beruf

Der Jahresbericht der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen 2012/2013 zeigt auf, welche Fortschritte im Bereich der Inklusion schwerbehinderter Menschen im letzten Jahr gelungen sind. Lesen Sie dazu einige Fakten hier.

Aufgabe der Integrationsämter nach dem Schwerbehindertenrecht des Teils 2 des SGB IX ist es, die Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit einer Schwerbehinderung zu unterstützen. Diese Aufgabe nehmen die Integrationsämter mit dem Ziel der Inklusion wahr. Das heißt u.a.: weniger Beschäftigung in Sondereinrichtungen, mehr Wahlmöglichkeiten und mehr Beschäftigung auf dem allgemeinem Arbeitsmarkt. Denn das "Leitbild" des Art.27 der UN-Behindertenrechtskonvention- Arbeit und Beschäftigung- ist der erste, der allgemeine Arbeitsmarkt. Art.27 verpflichtet die Vertragsstaaten u.a., durch geeignete Schritte dafür zu sorgen, dass das Recht auf die Möglichkeit, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, von Menschen mit Behinderung auch realisiert werden kann. 

Der Teilhabebericht der Bundesregierung vom 31.07.2013 stellt in diesem Zusammenhang fest: "Über eine Million Menschen mit einer anerkannten Behinderung sind mittlerweile in Deutschland beschäftigt. Damit ist der höchste Beschäftigungsstand seit 2005 erreicht." Der Gros dieser auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätigen schwerbehinderten Menschen braucht keine behinderungsspezifische Unterstützung im Arbeitsleben- das zeigt eindrucksvoll, dass die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderung nicht hinter derjenigen der Menschen ohne Behinderung zurücksteht. 

Diejenige Menschen mit einer Schwerbehinderung aber, die Begleitende Hilfe im Arbeitsleben benötigen, ob punktuell oder fortlaufend, erhalten diese von den Integrationsämtern: Die entsprechenden Leistungen an Arbeitgeber- einschließlich Integrationsprojekte- und an schwerbehinderte Beschäftigte erreichten im Jahr 2012 insgesamt fast 64.000 Menschen, die Integrationsbegleitung durch die von den Integrationsämtern beauftragten Integrationsfachdienste rund 68.000 Klienten.

Grundsätzlich Probleme bei der Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Darüber hinaus trifft der Teilhabebericht der Bundesregierung die Feststellung, dass Menschen mit Beeinträchtigung häufiger in Teilzeit arbeiten, im Durchschnitt geringere Löhne erhalten, öfter unterhalb ihres Qualifikationsniveaus beschäftigt sind und tendenziell häufiger und länger von Arbeitslosigkeit betroffen sind als Nicht-Beeinträchtigte.

Umsetzung der Initiative Inklusion

Zur Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wurden dem BMAs im September 2011 insgesamt 100 Millionen Euro aus dem Ausgleichfonds zur Verfügung gestellt. Neben der Verbesserung des Übergangs Schule/Beruf liegt ein Schwerpunkt im Bereich der Übergänge aus Werkstätten für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Aufgrund verschiedener Programme und Maßnahmen von Integrationsämtern ist die Zahl der Übergänge aus Schule und Werkstätten für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt bundesweit seit dem Jahr 2008 stetig steigend.

Für weitere Informationen lesen Sie dazu den Jahresbericht 2012/2013 unter www.integrationsaemter.de.

Auch die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat ein Positionspapier zum Thema Inklusion unter dem Titel "Mittendrin von Anfang an" in einfacher Sprache veröffentlicht. Das Papier ist auf folgender Seite als pdf erhältlich unter der Rubrik "Publikationen": http://www.cducsu.de/