Kampagne „38,7 Prozent mehr wert.“

179.086 Unterschriften konnte der Deutsche Verband für Physiotherapie e.V. den Vertretern des Ausschusses für Gesundheit im Deutschen Bundestag Ende Februar übergeben.

Die Unterschriften wurden im Rahmen der Kampagne „38,7 Prozent mehr wert.“ gesammelt, die vom Deutschen Verband für Physiotherapie e.V. ins Leben gerufen wurde und an den Vorsitzenden des Ausschusses für Gesundheit im Deutschen Bundestag, Dr. Edgar Franke, und seinen Stellvertreter, Rudolf Henke, übergeben. Das Vorstandstrio des Verbandes für Physiotherapie, die Vorsitzende Andrea Rädlein und ihre Stellvertreter Stefanie Fimm und Michael N. Preibsch, erläuterten den Mitgliedern des Ausschusses für Gesundheit das Ziel der Kampagne.

Ziel ist es, die Gerechtigkeitslücke bei der Vergütung angestellter Physiotherapeuten in freien Praxen zu schließen und die Honorare für physiotherapeutische Leistungen deutlich zu erhöhen. Laut dem Verband ergibt ein Vergleich der Vergütungen, die Physiotherapeuten in freien Praxen erhalten, mit denen in der stationären Versorgung (Tarifgehälter), eine Differenz von 38,7 Prozent. Die Vergütungen sind laut Verband dort niedrig, weil die Einnahmen der Praxen, die zu mehr als 90 Prozent aus der Behandlung von gesetzlich versicherten Patienten stammen, aus betriebswirtschaftlichen Gründen keine höheren Vergütungen zulassen.

Daher fordert der Verband mit seiner Kampagne: Nur wenn Physiotherapeuten leistungsgerecht entlohnt werden, können sie weiterhin einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsversorgung leisten. Um dieses Ziel zu erreichen richtete der Verband den Vorschlag an die Koalition, zunächst ein Gutachten über die wirtschaftliche Situation der Physiotherapiepraxen in Auftrag zu geben. Laut dem Verband sind erst auf Basis dann wissenschaftlich abgesicherter Erkenntnisse konkrete Beratungen zu Umsetzungsbeschlüssen möglich, die final in einen Gesetzesentwurf münden.

Auf dem Bild sind zu sehen von links nach rechts: Michael N. Preibsch, Andrea Rädlein, Dr. Edgar Franke, Rudolf Henke, Stefanie Fimm und Heinz Christian Esser.