Kommunen sind wichtiger Schlüssel zur Integration

Die AG Kommunalpolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat in der Sitzung am 07. Juni gemeinsam mit Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière den Entwurf des Integrationsgesetzes vor dem besonderen Blickwinkel der Kommunen beraten.

Auch Rudolf Henke ist Mitglied der Arbeitsgruppe Kommunalpolitik. Dazu erklärt der Vorsitzende der AG Kommunalpolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ingbert Liebing:

„Die Integration der anerkannten Flüchtlinge findet vorrangig vor Ort in den Kommunen statt, dort leben die Menschen, dort müssen sie Teil der Gemeinschaft werden. Die Kommunen sind deshalb ein wichtiger Schlüssel zur Integration. Dabei sind die Kommunen aber vor allem auf die Mitwirkungsbereitschaft der Länder angewiesen. Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass Landesregierungen, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen, die Umsetzung der Wohnsitzauflage in Frage stellen. Die Wohnsitzauflage ist zumutbar und hat sich bereits in früheren Fällen als guter Beitrag zur Integration bewährt. Sie verhindert eine Ballung von sozialen Problemen in großen Städten und unterstützt Integration in der Fläche. Die Erfahrungen zeigen, dass Integration in kleineren Einheiten besser gelingt als in großen. Die Länder dürfen ihre Kommunen bei der wichtigen Integrationsaufgabe vor Ort nicht so hängen lassen, wie es sich jetzt in Nordrhein-Westfalen oder Thüringen ankündigt.

Zurecht verweist Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière darauf, dass der Personalbestand in den Ausländerbehörden dringend aufgestockt werden muss. Auch ohne Integrationsgesetz kommt auf die Ausländerbehörden mehr Arbeit zu, wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Antragsbearbeitung weiter forciert. Denn sowohl Anerkennungen als auch Ablehnungen von Flüchtlingen und Asylbewerbern müssen in den Ausländerbehörden der Länder und Kommunen umgesetzt werden. Hier sind vor allem die Landkreise und kreisfreien Städte gefordert, sicherzustellen, dass das Personal-Nadelöhr nicht an die kommunale Ebene weitergegeben wird. Der seit längerem bereits absehbare Personalbedarf muss dringend gedeckt werden.

Für die Länder bedeutet dies wiederum, den daraus entstehenden erhöhten Finanzbedarf der Kommunen beim kommunalen Finanzausgleich zu berücksichtigen und mit Landesmitteln zu decken. Denn auch hier gilt: Die Länder sind für eine aufgabenangemessene Finanzausstattung ihrer Kommunen verantwortlich."