Unter Human-Biomonitoring (HBM) versteht man die systematische Messung der Konzentration von Stoffen im menschlichen Körper. Wir erhalten so wissenschaftlich fundierte Daten, welche in der Umwelt vorkommenden Stoffe vom Organismus aufgenommen werden und welche Bevölkerungsgruppen (z.B. Kinder) besonders belastet sind.
In Verbindung mit toxikologischen und medizinischen Erkenntnissen erlauben HBM-Daten Aussagen darüber, ob das Ausmaß der Exposition der Bevölkerung gesundheitlich akzeptabel ist oder ob Maßnahmen zu ergreifen sind.
Gleichzeitig dient HBM als Kontrollinstrument, ob Stoffverbote oder Verwendungsbeschränkungen tatsächlich zu einem Rückgang der Belastung der Bevölkerung geführt haben. Schließlich erhalten wir über HBM auch Informationen über Stoffeigenschaften: Ob Stoffe persistent und bioakkumulierend sind, lässt sich anhand von HBM-Daten ermitteln.
HBM ist also ein zentrales Informations- und Kontrollinstrument der Chemikaliensicherheit und damit des gesundheitsbezogenen Umweltschutzes.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und das Umweltbundesamt richten gemeinsam eine internationale Konferenz aus, die sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Human-Biomonitoring befasst. Sie findet unter dem Titel
Human-Biomonitoring:
Nutzen für die Politik – Herausforderung für die Wissenschaft
vom 26. bis 28. September 2010 im Ludwig Erhard Haus in Berlin
statt. Sie richtet sich sowohl an die interessierte Öffentlichkeit als auch an wissenschaftliches Fachpublikum.
Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung erhält man über den Link
http://www.fbuberlin.de/HBM_conference_Berlin_2010
Anmeldeschluss ist der 13. August 2010.