Litauen führt den Euro ein

Litauen wird zum 1. Januar nächsten Jahres 19. Mitglied der Euro-Zone. Dies beschlossen die EU-Staats- und Regierungschefs auf ihrem Brüsseler Gipfel Anfang Juli.

Für die Aufnahme des baltischen Landes mit seinen drei Millionen Einwohnern hatte sich in der vergangenen Woche schon der Bundestag ausgesprochen. Er ermutigte Litauen, „den eingeschlagenen Weg zur dauerhaften Sicherung stabiler öffentlicher Finanzen und einer Politik der Stärkung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit auch als Mitglied der Währungsunion fortzusetzen“.

Litauen ist 2004 der Europäischen Union beigetreten. Die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank hatten unabhängig voneinander festgestellt, dass Litauen jetzt die Kriterien für die Einführung der Gemeinschaftswährung erfüllt. So lag die durchschnittliche Inflationsrate des Landes in den vergangenen zwölf Monaten mit 0,6 Prozent weit unter dem Referenzwert von 1,7 Prozent. Das Staatsdefizit in Höhe von 2,1 Prozent und der Schuldenstand von 39,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) unterschreiten deutlich die EU-Obergrenzen von drei Prozent bzw. 60 Prozent. 

Quelle: Foto von Julia Nowak, Junophoto