Mit Umweg zum Erfolg: Switch bietet Studienabbrechern neue Perspektiven

Bei passendem Sommerwetter startete Rudolf Henke in seine Sommertour "Aachen real": Das städtische Projekt "Switch" stand am Anfang seiner Tour quer durch Aachen.

Spätestens als im April 2015 Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit Bundesbildungsministerin Johanna Wanka das Projekt „Switch“ in Aachen besuchte, erlangte das Projekt auch auf Bundesebene große Aufmerksamkeit. Und die Zahlen können sich sehen lassen: Seit dem Beginn des Projektes der Stadt Aachen gemeinsam mit Partnern aus Bildung und Wirtschaft in der Region im Jahr 2011, konnten knapp 300 Studienabbrecher erfolgreich in eine Ausbildung vermittelt werden. Mittlerweile beteiligen sich über 200 Unternehmen in der Region Aachen.

Switch schafft eine „Win-Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten: Junge Menschen erhalten durch eine verkürzte Ausbildung neue Entwicklungsmöglichkeiten. Auch die Unternehmen profitieren von den entstehenden Beschäftigungsverhältnissen und bekommen qualifizierte Bewerber ohne große Anstrengung vermittelt. Zuletzt profitieren vor allem der Wettbewerbsstandort Aachen und die Region, die somit eine große Potenzialgruppe am Standort halten kann. 

Das Aachener Unternehmen Klafka Hinz Energie-Informations-Systeme beteiligt sich seit der ersten Stunde am Projekt und konnte so wichtige Fachkräfte langfristig für das Unternehmen gewinnen- und diese oft innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne. Interessenten erhalten nach Absolvierung eines Eignungstests oft innerhalb von 1-2 Tagen die Rückmeldung von interessierten Unternehmen. Auch daher ist das Projekt aus Unternehmersicht in Aachen nicht mehr wegzudenken.

Die Abbruchquote bei technischen Fächern liegt bei circa 50 Prozent, in Aachen brechen jedes Jahr mehr als 3000 Studenten ihr Studium ab und suchen nach neuen Perspektiven. Für die Zukunft ist die Herausforderung des Projektes daher, eine Systematik zu entwickeln, die verhindert, dass diese Studienabbrecher durch das Raster fallen und keinen Zugang zum Projekt erhalten. Die Verantwortlichen sehen auch die Hochschulen in der Pflicht, ihre Studenten, die das Studium nicht beenden möchten, frühzeitig über alternative Möglichkeiten für die Zukunft zu informieren.   

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