Mehr Anhörungen, mehr Entscheidungen- BAMF treibt Arbeit voran

Hinter dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) liegt ein Jahr mit großen Herausforderungen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde das BAMF nicht nur personell deutlich verstärkt.

Es wurden auch grundlegende Abläufe im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verändert und beschleunigt, um über die fast 700.000 Asylanträge im Jahr 2016 zu entscheiden. Diese Veränderungen zeigen Wirkung:   

Das Bundesamt hat seine Kapazität zur Antragsannahme deutlich gesteigert: Von Januar bis August 2016 wurden mit fast 577.065 Anträgen 125 Prozent mehr entgegen genommen, als im selben Zeitraum 2015. Demgegenüber wurden lediglich 256.567 neu eingereiste Flüchtlinge im EASY-System registriert. Auch die Zahl der Entscheidungen über Asylanträge wurde deutlich gesteigert: In den ersten acht Monaten 2016 hat das Bundesamt 392.833 Entscheidungen getroffen. Dies ist ein Anstieg um 157,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im August hat das Bundesamt über die Anträge von 57.058 Personen entschieden. Das ist der höchste Monatswert an Entscheidungen in der Geschichte des Bundesamtes.   

Digitalisierung des Asylverfahrens

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) treibt auch die Digitalisierung des Asylverfahrens voran. Damit können die Ausländerbehörden vor Ort entlastet werden. Zukünftig wird das BAMF zur Überprüfung von Pässen und Ausweisen Übersetzungen in Auftrag geben und Kopien dieser Übersetzungen zusammen mit den Originaldokumenten direkt an die Ausländerbehörden versenden.

Seit dem 01. September tauschen das Bundesamt und die Ausländerbehörden zudem Adressdaten von in den Kommunen untergebrachten Asylsuchenden digital über das Ausländerzentralregister aus. Die Verfügbarkeit aktueller Adressen im Ausländerregister garantiert, dass Ladungen und Bescheide die Adressaten erreichen und zeitnah zugestellt werden können.

Zudem ermöglicht eine neue Software den Mitarbeitern des Bundeamtes in den Außenstellen und Ankunftszentren, Fingerabdrücke nahezu in Echtzeit abzugleichen und damit vorhandene Daten zu einem Antragsteller in Sekundenschnelle zu finden. Dadurch reduziert sich die Zeit für den Abgleich von Fingerabdrücken im Vergleich zum bisherigen Verfahren um 90 Prozent.