Rudolf Henke: Besuch in Aachener Flüchtlingsunterkunft

Rudolf Henke informierte sich in dieser Woche bei einem Besuch einer städtischen Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge über die Situation vor Ort. In der Unterkunft leben aktuell 78 Menschen aus vielen Nationen, darunter Menschen aus Syrien, Irak und Afghanistan.

Bei seinem Besuch wurde Rudolf Henke von der zuständigen Abteilungsleiterin beim Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration, Sandra Knabe, und dem Sozialarbeiter vor Ort, Murat Demirkaya, durch die Unterkunft geführt. Die dort lebenden Menschen werden zusätzlich durch Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes betreut, sodass eine 24-Stunden-Betreuung gewährleistet ist.

Beim Rundgang durch die Unterkunft nutzte Rudolf Henke die Gelegenheit, in Gesprächen mit Flüchtlingen Hintergründe über deren Geschichte zu erfahren. Von einem aus Syrien stammenden Mann, der aufgrund eines Bombenanschlags im Rollstuhl sitzt, erfuhr Rudolf Henke, wie dankbar er für die Aufnahme und Unterstützung von Deutschland ist. „Ich bin überzeugt, dass es richtig war, vor einem Jahr die humanitäre Hilfe für Menschen zu leisten, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, die Deutschland geleistet hat. Damit diese große Aufgabe gelingen kann, haben wir auf Bundesebene viele Maßnahmen durchgesetzt. Eine schnelle Entscheidung im Asylverfahren und bei guter Bleibeperspektive die Möglichkeit, schnell die deutsche Sprache zu erlernen, muss  oberste Priorität sein, damit Integration gelingen kann“, so Rudolf Henke.   

Beeindruckt zeigte sich Rudolf Henke auch von dem anhaltenden Engagement vieler Aachenerinnen und Aachener, die sich seit über einem Jahr um Flüchtlinge in Aachen kümmern und sich bei der Freizeitgestaltung, bei Behördengängen und beim Sprachunterricht engagieren. „Mein Dank geht neben den Hauptamtlichen auch an die Vielzahl der Ehrenamtler, die hier seit vielen Monaten Hand in Hand mit den Hauptamtlichen zusammenarbeiten“, so Rudolf Henke. 

Insgesamt leben derzeit circa 2350 Flüchtlinge in Aachen, der Großteil in dezentraler Unterbringung. Weitere 600 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge befinden sich in der Obhut des Aachener Jugendamtes. In der Einrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen am Westbahnhof leben derzeit 22 Flüchtlinge. Damit hat die Stadt Aachen ihre Erfüllungsquote deutlich überschritten, sodass seit Februar 2016 keine weiteren Zuweisungen erfolgt sind.