Telemedizinprojekt mit Beteiligung der RWTH wird mit fast 20 Mio. Euro gefördert

Im vergangenen Jahr hat der Deutsche Bundestag die Einrichtung eines Innovationsfonds im Gesundheitswesen beschlossen. Auch das Projekt TELnet@NRW, an dem sich die Universitätsklinik der RWTH Aachen mit ihrem Telemedizinzentrum beteiligt, profitiert davon.

Im Rahmen des Innovationsfonds werden innovative Projekte und Versorgungsforschung von 2016 bis 2019 mit jährlich 300 Millionen gefördert, damit neuartige Konzepte die Versorgung von Patienten verbessern.

Das Projekt TELnet@NRW, ein Zusammenschluss von 19 Krankenhäusern und zwei Netzwerken mit über 120 Ärztinnen und Ärzten in NRW wird aus diesem Innovationsfonds mit 19,6 Millionen Euro gefördert. Teil dieses Projektes ist auch die Universitätsklinik der RWTH Aachen mit ihrem Telemedizinzentrum, von dessen zukunftsweisender Arbeit ich mir schon mehrfach ein Bild machen konnte – zuletzt mit dem Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe.

Mit diesem Geld soll insbesondere die technische Ausstattung von TELnet@NRW ermöglicht werden, mit dem Ziel durch den Aufbau von sicheren telemedizinischen Netzwerken für die Bereiche Intensivmedizin und Infektiologie für Patienten eine bessere Versorgung zu gewährleisten.

Bei TELnet@NRW spielt der direkte Austausch von Experten eine entscheidende Rolle. Per Videokonferenz sollen sich Ärzte direkt über bestehende Fälle austauschen und über geeignete Therapiemöglichkeiten diskutieren. Dadurch soll gewährleistet werden, dass auch kleine Krankenhäuser direkt von der Expertise großer Einrichtungen, wie der RWTH, profitieren können. Insgesamt soll sich das positiv auf die Versorgung von rund 50.000 Patienten auswirken. Bei einer erfolgreichen Umsetzung kann dieses Projekt als Basis für die Errichtung bundesweiter Netzwerke in den verschiedenen medizinischen Fachbereichen dienen.