Rudolf Henke spricht beim CDU-Bundesparteitag

In ihrem Bericht vom Bundesparteitag der CDU vom 08. Dezember hat die FAZ auch die strittige Diskussion zur Landarztquote erwähnt, in der ich mich zu Wort gemeldet habe.

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Die CDU Baden-Württemberg und die CDU Sachsen hatten beantragt, eine feste Quote von Medizinstudienplätzen für Bewerber zu reservieren, die sich bei der Bewerbung verpflichten, nach ihrer Ausbildung in unterversorgten Gebieten auf dem Land zu praktizieren.

In meinen Augen ist das keine gute Lösung für den Ärztemangel, weil es ja nicht nur zu wenig Landärztinnen und -ärzte gibt, sondern ähnliche Probleme auch in anderen Disziplinen. Was wir brauchen sind insgesamt mehr Studienplätze, aber dagegen wehren sich die Wissenschaftsminister. Hier hätte der Parteitag den nötigen Rückenwind geben können. Das würde auch der Notwendigkeit gerecht, Beruf und Familie besser in Einklang zu bringen. Die Zeiten der 70-Stunden-Woche für Ärzte müssen auf Dauer überwunden werden. Nachdem mehrere weitere Redner betont hatten, in einem Gesamtkonzept sollten auch meine Hinweise berücksichtigt werden, nahm der Parteitag den Antrag aus Baden-Württemberg und Sachsen an. Ich bin gespannt, wie jetzt die Umsetzung aussieht. An meiner Skepsis zur Landarztquote hat sich nichts geändert.