Flächendeckende Versorgung sicher stellen

In seiner heutigen Sitzung hat das Bundeskabinett das Gesetz zur Förderung der Sicherstellung des Notdienstes von Apotheken beschlossen. Dazu erklärt der Aachener Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke:

„Das deutsche Gesundheitswesen hat besondere Qualität. Ein zentraler Punkt dabei ist die flächendeckende und wohnortnahe Versorgung von Patientinnen und Patienten. Wir wollen, dass dies auch in Zukunft so bleibt und Menschen auch in ländlichen Regionen in Notfällen nicht zig Kilometer weit fahren müssen, um Hilfe zu bekommen. Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz haben wir Maßnahmen zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung getroffen, mit dem heute vom Kabinett beschlossenen Entwurf für ein Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz wollen wir die Rahmenbedingungen für die Notfallversorgung mit Medikamenten verbessern.

Die Apotheken leisten mit Notdiensten einen wichtigen Beitrag, damit schnelle Hilfe auch außerhalb der regulären Geschäftszeiten zur Verfügung steht. Dieses Engagement wurde in der Vergangenheit nur anhand der Zahl der abgegebenen Packungen honoriert. In dünner besiedelten Gebieten mit häufigen Notdiensten und weniger abgegebenen Medikamenten hat sich diese Form der Vergütung nicht besonders bewährt. Mit dem Gesetz erhält künftig jede Apotheke, die zwischen 20 Uhr und 6 Uhr einen vollständigen Notdienst erbringt, einen pauschalen Betrag zuzüglich zum heutigen erhöhten Preis pro in diesem Zeitraum abgegebener Packung.“

 

Quelle Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ADorfkirche_Biesdorf_suedwest.jpg