Peter Altmaier in Aachen

Am 31. Oktober konnte der Aachener Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke im Rahmen einer von ihm geleiteten Veranstaltung der Zukunftswerkstatt Aachen Bundesumweltminister Peter Altmaier begrüßen.

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„Zwischen Potential und Spannung: Die Energiewende in Deutschland“ lautete das Thema der Veranstaltung. Dass die Energiewende nicht unumstritten ist, wurde auch in der Fragerunde nach der Rede von Minister Altmaier klar. Größte Sorge: Die steigenden Strompreise. Peter Altmaier hingegen erklärte, wie er dem politisch entgegenwirkt und appellierte zugleich an Wissenschaft und Wirtschaft, dass auch sie gefragt sind, an stabilen Strompreisen mitzuwirken.

Ebenfalls verteidigte Altmaier den Ausstieg aus der Kernenergie nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima. Die Kernkraft hat seitdem sie existiert ein massives Akzeptanzproblem in der Bevölkerung. Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, bis die Bundesrepublik eines Tages aus der Kernkraft aussteigen würde. Nach der Reaktorkatastrophe sei die Kernkraft endgültig nicht mehr gesellschaftlich tragbar gewesen und es war konsequent, zu diesem Zeitpunkt auszusteigen und die Energiewende herbeizuführen.

Die Energiewende birgt zwar Risiken, und seine Aufgabe als Minister ist es, diesen Risiken zu begegnen. Dennoch birgt die Energiewende auch enormes Potential für Deutschland, so Altmaier. Als erstes Land, welches komplett auf erneuerbare Energien umsteigen wird, hat Deutschland eine Vorbildfunktion für andere Länder. Schon lange funktioniere es nicht mehr, auf Weltklimagipfeln Schwellenländer zur nachhaltiger Energiepolitik zu bewegen, indem man diesen im Gegenzug Entwicklungshilfe anbietet. Deutschland muss heute demonstrieren, dass nachhaltige Energiepolitik mit erneuerbaren Energien möglich ist und sein erworbenes Know-how in andere Länder exportieren.