Rudolf Henke: Millionen-Förderung für Forschung der Philips Technologie GmbH in Aachen

„Das ist mal eine richtig gute Nachricht. Fast 9 Millionen Innovationsförderung in Aachen über 3 Jahre – das kann sich doch sehen lassen.“
 

So freut sich der Aachener Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke über ein vom Bundesforschungsministerium gefördertes Projekt.

Im Rahmen der Fördermaßnahme KOBALT des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhält die Philips Technologie GmbH aus Aachen für eine Projektlaufzeit vom 1. August 2012 bis 31. Juli 2015 eine Zuwendung von rund 8,9 Millionen Euro.

„Ich sehe darin ein sehr erfreuliches Signal aus Berlin für den Forschungsstandort Aachen“, freut sich der Aachener Abgeordnete Rudolf Henke.

In dem nun mit einer beträchtlichen Summe geförderten Projekt KOBALT hat sich die Philips GmbH aus Aachen mit dem Chemieunternehmen BASF und dem Aachener Anlagenbauer AIXTRON zusammengetan, um grundlegende Forschung im Bereich der Anwendung organischer Leuchtdioden (kurz: OLED) in der Allgemeinbeleuchtung zu betreiben.

In der Praxis kann die sog. OLED-Technik für flexible Leuchtelemente genutzt werden . So kommt sie im Bereich der großflächigen Raumbeleuchtung zum Einsatz. Organische Leuchtdioden leisten einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit begrenzten Ressourcen. Sie sind sehr energiesparend und benötigen im Vergleich zur konventionellen Glühbirne nur ca. ein Fünftel der elektrischen Leistung. Ihr Marktvolumen wird für die kommenden Jahre auf 4,5 Milliarden Dollar geschätzt.

Ein besonderer Fokus des geförderten Projekts liegt auf der Verbesserung der Effizienzwerte der verwendeten Elemente, wobei vor allem die Verlängerung der Lebensdauer in der praktischen Anwendung eine Rolle spielt. Das Projekt verfolgt das Ziel, die OLED-Bauelemente künftig im Rahmen einer kosteneffizienten Prozesstechnologie für den Massenmarkt verwendbar zu machen.

Die organische Elektronik ist ein noch sehr junges Technologiefeld, in dem im vergangenen Jahrzehnt viele Fortschritte erzielt werden konnten. So konnten die Effizienzen und Wirkungsgrade immer weiter gesteigert werden. Licht und Strom aus Kunststoffen, diese Technologie sieht sich bisher noch gewissen Hemmnissen ausgesetzt, gerade was den Preis und die Herstellungskosten anbelangt. Das Verbundvorhaben KOBALT soll in den kommenden Jahren Lösungen für diese Hemmnisse liefern, wodurch der Marktanteil von OLED-Beleuchtungslösungen deutlich erhöht werden kann.

Rudolf Henke: „Die BMBF-Fördermaßnahme unterstützt die Entwicklung in diesem Bereich und sichert damit die gute Ausgangsposition hiesiger Unternehmen im Bereich der organischen Elektronik. Besonders zeigt sich an diesem Projekt, welch wichtigen Anteil gerade der Industrie- und Entwicklungsstandort Aachen an der Herstellung innovativer und nachhaltiger Produkte hat.“

 

Bildquelle: Wikimedia Commons, meharris