Eingliederung von Langzeitarbeitslosen- Die Herausforderung bleibt

Im August hatte die Aachener CDU Vertreter aller Institutionen, Initiativen und Verbänden eingeladen, die sich um die Integration langzeitarbeitsloser Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt bemühen.

Rudolf Henke freute sich zusammen mit der CDU-Kreisvorsitzenden Ulla Thönnissen, zu dieser Veranstaltung Dr. Ralf Brauksiepe, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, begrüßen zu dürfen.

Ebenso waren der Fraktionsvorsitzende der CDU-Städteregionstagsfraktion, Dieter Wolf und der Sozialdezernent der Städteregion, Günter Schabram, anwesend. Auch Vertreter der Arbeitsagentur für Arbeit, des Jobcenters und der Verbände, die sich um langzeitarbeitslose Menschen bemühen, waren zahlreich vertreten.

Dr. Ralf Brauksiepe, der als unmittelbarer Experte und Ansprechpartner zum Thema geladen war, führte aus: „Es ist notwendig, dass jeder Mensch in unserer Gesellschaft mitgenommen und niemand zurückgelassen wird. Für die CDU steht der Mensch und seine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Vordergrund.“ Dies passe auch zum Leitsatz der CDA- „Der Mensch steht im Mittelpunkt.“ Arbeit zu haben sei dabei aber mehr als nur ein „Job“. Arbeit gebe Menschen Kraft und vermittle das Gefühl, gebraucht zu werden. Aber auch die gesellschaftliche Anerkennung dadurch sei nicht zu unterschätzen. Erst wenn man auf eigenen Beinen stehe, sei man bereit und in der Lage, in Konsumgüter, Heim, Familie und Ehrenamt zu investieren, und am gesellschaftlichen Leben zu partizipieren. Nicht zu vernachlässigen sei auch der Aspekt, dass immer mehr Familien in 2. und 3. Generation arbeitslos sind und dieser Zustand sogar „vererbt werde“. Auf der anderen Seite seien gerade Kinder stolz auf ihre Elternteile, die nach langer Erwerbslosigkeit wieder einer geregelten Arbeit nachgehen. Dieser soziale Aspekt sei ebenfalls nicht zu unterschätzen, so der Staatssekretär.

Derzeit gibt es in Deutschland so viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse wie nie zuvor, die Wirtschaft floriert und zahlreiche Branchen leiden bereits heute unter Facharbeitermangel. In den süddeutschen Bundesländern herrscht in vielen Regionen seit geraumer Zeit Vollbeschäftigung. Dies schlägt sich nieder in einer bundesweit niedrigen Arbeitslosigkeit von derzeit etwa 2,9 Millionen Arbeitslosen. Darunter fallen etwa 1 Million Langzeitarbeitslose, von denen ca. 40 Prozent ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung sind. Für diese Menschen gibt es zahlreiche Instrumente der Qualifizierung und Wiedereingliederung, die öffentlich gefördert werden. Im Gespräch mit den Akteuren auf dem lokalen Arbeitsmarkt wurde u.a. deutlich, dass eine Betreuung von Langzeitarbeitslosen nur individuell abgestimmt auf jeden Einzelnen sinnvoll ist.

Dr. Ralf Brauksiepe versprach, die Sorgen, Anregungen und Probleme der Experten und Verantwortlichen vor Ort und die spezifischen Bedürfnisse unserer Region mit nach Berlin ins Ministerium zu nehmen.