Große Koalition kommt

Das Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheides zur Großen Koalition fiel am Samstag eindeutig aus: 75,96 Prozent der beteiligten Mitglieder stimmten für eine Große Koalition. Am Sonntag konnten CDU, CSU und SPD die zukünftige Besetzung des Kabinetts bekannt geben. Am Dienstag soll Angela Merkel erneut zur Bundeskanzlerin gewählt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Sonntagabend im Anschluss an eine Sitzung des CDU-Präsidiums die zukünftigen CDU-Bundesminister in der Großen Koalition vorgestellt. Neuer Generalsekretär der CDU wird der 39-jährige Peter Tauber.

Der bisherige Umweltminister Peter Altmaier wird Nachfolger von Ronald Pofalla als Kanzleramtsminister. Der bisherige CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe übernimmt das Amt des Bundesgesundheitsministers. Neuer Generalsekretär der CDU wird der 39-jährige Peter Tauber.

Ursula von der Leyen wird neue Verteidigungsministerin, Thomas de Maiziere übernimmt das Innenministerium. Wolfgang Schäuble und Johanna Wanka bleiben weiterhin Bundesfinanzminister sowie Bildungs- und Forschungsministerin.

Neuer Staatsminister im Kanzleramt wird Helge Braun. Nachfolgerin von Bernd Neumann, der das Amt als Staatsminister für Kultur- und Medien aus gesundheitlichen Gründen aufgibt, wird die Berlinerin Monika Grütters.

Die CSU erhält drei Ministerin. Alexander Dobrindt, bisheriger Generalsekretär der CSU, wird neuer Verkehrsminister. Hans-Peter Friedrich übernimmt das Amt von Ilse Eigner und wird neuer Landwirtschaftsminister. Gerd Müller wird Minister für Entwicklungshilfe.

Die SPD erhält sechs Ministerien. Das Auswärtige Amt übernimmt Frank-Walter Steinmeier. Das Ressort für Arbeit und Soziales soll die bisherige SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles leiten. Für Justiz und Verbraucherschutz wird künftig Heiko Maas verantwortlich sein. Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit wird die noch amtierende SPD-Schatzmeisterin Dr. Barbara Hendricks. Das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übernimmt Manuela Schwesig. Aydan Özoğuz wird Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Bild: Steven Rösler