Vorbildliche Arbeit: Rudolf Henke besucht den SkF in Aachen

Auch in diesem Jahr nutzt Rudolf Henke die sitzungsfreie Zeit, um während seiner Sommertour Einblicke in die tägliche Arbeit von Aachener Firmen, Vereinen und Organisationen zu erhalten. Den Auftakt machte dieses Jahr der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF), den Rudolf Henke am 14. Juli 2014 besuchte.

Mit Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen am 7. Juli 2014 hat auch die Parlamentarische Sommerpause im Deutschen Bundestag begonnen. In diesen zwei Monaten von Juli bis August finden im Deutschen Bundestag keine Sitzungen statt. Auch in diesem Jahr nutzt Rudolf Henke die sitzungsfreie Zeit, um während seiner Sommertour Einblicke in die tägliche Arbeit von Aachener Firmen, Vereinen und Organisationen zu erhalten. 

Den Auftakt machte dieses Jahr der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF), den Rudolf Henke am 14. Juli 2014 besuchte. Die Vorstandsvorsitzende, Frau Marga Mahr, sowie die Geschäftsführerin, Frau Ursula Braun-Kurzmann, berichteten im  Gespräch von den aktuellen Projekten und Herausforderungen, mit denen sich der Sozialverband in der täglichen Arbeit konfrontiert sieht. Eine besonders positive Entwicklung konnten Frau Mahr und Frau Braun-Kurzmann über die Projekte Familienpatenschaften, dem Mehrgenerationenhaus und dem Projekt „Guter Start ins Leben“ in Aachen berichten.    

Insbesondere im Bereich des Frauen- und Kinderschutzhauses gibt es jedoch zunehmende Probleme bei der Finanzierung der Frauenhauskosten für von Gewalt betroffenen Schülerinnen, Studentinnen und Auszubildenden. Das stellt den Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF) vor große Herausforderungen. Gemäß dem Sozialgesetzbuch II gilt, dass Auszubildende- das sind im Sinne des BAföG auch Schülerinnen oder Studierende an (Fach)Hochschulen- deren Ausbildung dem Grunde nach förderungsfähig ist, grundsätzlich keine Ansprüche, insbesondere für die Hilfe zum Lebensunterhalt und zur Unterkunft haben. Da auch keine anderen Gesetze auf die Besonderheiten der Gewaltbetroffenheit abgestimmt seien, stelle sich die Lage für Auszubildende generell schwierig dar. „Insbesondere diese jungen Frauen fallen durch das Netz“, so Marga Mahr, Vorsitzende des Sozialverbandes. Als letzte Konsequenz, um die Finanzierung des Aufenthaltes im Frauenhaus sicher zu stellen, verbliebe nur die Exmatrikulation. „Die Exmatrikulation von Studentinnen kann keine Lösung sein, um einen Aufenthalt im Frauenhaus zu finanzieren. Die jungen Frauen, die von Gewalt betroffen sind, dürfen nicht noch zusätzlich belastet werden, sondern brauchen Unterstützung, um auf eigenen Beinen stehen zu können. Dazu gehört auch die Fortführung einer Ausbildung“, so Rudolf Henke.       

Zukünftig will der Sozialverband seine Leistungen in Aachen noch weiter ausbauen. So soll auf Basis eines Modellprojektes, das in Berlin ins Leben gerufen wurde, das Angebot einer Paarberatung für häusliche Gewalt gemacht werden. Darüber hinaus wurden bei einem Treffen mit der Stadt Aachen, der Aachener Polizei und der Staatsanwalt die Mängel und Schwierigkeit bei der Arbeit mit Tätern angesprochen. Nach dem Motto „Täterarbeit ist der beste Opferschutz“ will der SkF zukünftig dazu beitragen, die Täterarbeit in Aachen zu intensivieren. Rudolf Henke zeigte sich sehr erfreut über das Spektrum der Arbeit des Sozialverbandes, der seit vielen Jahren mit hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Aachen aktiv ist.