Henke wird Pate von inhaftiertem iranischen Pastor

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CDU-Bundestagsabgeordneter Rudolf Henke unterstützt Engagement der iranischen Opposition – IGFM beklagt „Verletzung der Religionsfreiheit im Iran“.

Frankfurt / Aachen 17.01.2012 – Mit der Übernahme der Patenschaft für den inhaftierten Behrouz Sadegh Khanjani setzt der Aachener CDU-Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke ein Zeichen für Menschenrechte. „Gläubige wegen ihres Bekenntnisses zu einer Religion zu verfolgen oder zu bedrängen, ist ein schwerer Verstoß gegen die Menschenrechte“, so Henke. Laut der IGFM, hat sich die Situation im Iran für Christen nach der umstrittenen Wiederwahl Mahmoud Ahmadinedschads am 12. Juli 2009 dramatisch verschärft. Christen würden täglich diskriminiert, misshandelt und gefangengenommen.

Pastor Behrouz Sadegh Khanjani (*1978) wurde als Kind christlicher Eltern in Teheran geboren und gehört der evangelikalen Hauskirche Church of Iran an. Er ist Pastor eines Netzes von Hauskirchen in Shiraz. Immer wieder geriet Khanjani in den Blick der Behörden und wurde verhaftet und verhört. Am 16. Juni 2010 wurde er ein weiteres Mal verhaftet und im berüchtigten Artesh Square Military Prison für einige Monate in Einzelhaft festgehalten. Aufgrund der schlechten Haftbedingungen war er gesundheitlich sehr stark angeschlagen. Die Festnahme im Juni wurde mit ihm zugerechneten kritischen Äußerungen gegen das Regime in seiner Gemeinde und seiner Unterstützung von Pastor Youcef Nadarkhani – einem zum Tode verurteilten iranischen Konvertitenpastoren – begründet. Am 16. November 2010 wurde er vom Revolutionsgericht in Shiraz zunächst wegen „Apostasie“ zum Tode verurteilt – dieses Urteil wurde am 11. April 2011 von einem Berufungsgericht auf 1 Jahr wegen „Regimefeindlicher Propaganda“ reduziert.

„Als religiöse Minderheit müssen Christen wie Pastor Khajani zahllose Repressionen seitens des Regimes ertragen.“ Rudolf Henke weiter: „Iran benötigt deshalb einen politischen Prozess, an dessen Ende Freiheit, Menschenrechte, Pluralismus, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit herrschen.“

Im Rahmen des IGFM-Patenschaftsprogramms engagieren sich prominente Politiker für politische Gefangene im Iran. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin betont: „Behrouz Sadegh Khanjani ist leider nur ein Fall unter vielen – in der Islamischen Republik Iran gibt es hunderte wenn nicht gar tausende von Christen, die aufgrund ihrer Religion verfolgt werden. In den Gefängnissen werden viele von ihnen unter unmenschlichen Bedingungen gehalten – teilweise schlimmer als Tiere. Massive physische und psychische Gewalt ist dort an der Tagesordnung. Eine politische Patenschaft wie sie Rudolf Henke übernommen hat, gibt den verfolgten Christen internationale Aufmerksamkeit und damit Schutz“. Bisher unterstützen u. a. die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Generalsekretär Herman Gröhe MdB sowie der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments Hans-Gert Pöttering, das Programm der IGFM.

Weitere Infos zur IGFM finden Sie unter www.igfm.de

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