Aktuelle Überlegungen zur Gesundheitsförderung, Prävention und Früherkennung

Am Abend des 22. Oktobers 2014 war der Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke zu Gast auf der Mitgliederversammlung des Förderkreises Tumorzentrum Aachen e.V.

Das im Koalitionsvertrag vereinbarte Präventionsgesetz, welches voraussichtlich Ende 2014/Anfang 2015 in die parlamentarische Beratung gehen wird, stand im Zentrum des Vortrages. Das Gesetz hat zum Ziel, eine Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten (Kindergarten, Schule, Betrieb, usw.) der Bürger und Bürgerinnen einzubringen, die Leistungen zur Früherkennung weiterzuentwickeln und das Zusammenwirken der betrieblichen Gesundheitsförderung und dem Arbeitsschutz zu verbessern. Vielversprechend sei besonders, dass die betriebliche Gesundheitsförderung betont wird, so Henke. Denn gerade hier könne man einen großen Teil der Bevölkerung erreichen und Bewusstsein für gesunde Lebensweisen schaffen. Gerade kleine Betriebe hätten meist nicht die Mittel um eine betriebliche Gesundheitsförderung zu leisten. So sei es richtig, die Kassen dazu zu bringen mehr für die betriebliche Gesundheitsförderung aufzuwenden. In diesem Zusammenhang äußerte er den Wunsch, mehr Aufmerksamkeit für die betriebliche Gesundheitsförderung in Aachen zu schaffen. So gäbe es bereits gute Beispiele, wie die Kooperation zwischen dem Telekommunikationsunternehmen "Net Aachen" mit dem Luisenhospital. Bei dieser werden aus Mitteln des Unternehmens präventive Untersuchungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens finanziert.

Doch sei das Gesetz natürlich nicht die einzige Maßnahme, die in dem Bereich unternommen wird und unternommen werden kann, berichtet Henke. Einen weiteren hohen Stellenwert nehme das  Krebsfrüherkennungs- und Registergesetz, welches eine Reaktion auf die wachsenden Herausforderungen bei der Krebsbekämpfung ist, ein. In allen Bundesländern werden klinische Krebsregister eingerichtet, um eine bessere Auswertung und Vergleichbarkeit von Behandlungsmöglichkeiten zu gewährleisten. Weiterhin haben alle gesetzlich Krankenversichterten, die über 18 Jahre alt sind, einen Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen.

Fragen, aber auch kritische Anregungen und Berichte aus der alltäglichen Arbeit im Gesundheitswesen, rundeten den Vortrag Henkes ab.