Grünenthal kehrt zu den Anfängen zurück- Besuch von Rudolf Henke

Vor knapp einem Jahr ist das Unternehmen Grünenthal GmbHb mit seinem Geschäftsbereich Deutschland und 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an die alte Wirkungsstätte in der Kupferstadt Stolberg zurückgekehrt. Rudolf Henke sprach im Dezember 2014 über die Entwicklungen des Unternehmens.

Eine persönliche Führung durch den restaurierten Kupferhof ließ sich Michael Wirtz, dessen Großmutter das Unternehmen 1946 gegründet hatte, schon zu Beginn des Besuches durch Rudolf Henke nicht nehmen. Das eindrucksvolle Gebäude ist alte und neue Heimat des Familienunternehmens.  

Themen des Austausches waren neben der Perspektive des Unternehmens am Forschungsstandort Aachen auch die personellen Umstrukturierungen, die Grünenthal im Laufe des Jahres vollziehen musste. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen erklärt, dass es im Bereich Forschung und Entwicklung Stellen abbauen müsste. Am Ende des Jahres konnten Geschäftsleiter Kai Martens und Angelika Enderichs vom Betriebsrat verkünden, dass betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden konnten. Der notwendige Stellenabbau konnte mittels Altersteilzeitlösungen und finanziell attraktiven Lösungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das Unternehmen auf freiwilliger Basis verlassen haben, vollzogen werden.    

Neben den Themen der Forschung im Bereich Schmerztherapie informierte sich Rudolf Henke auch darüber, wie die Entwicklung der Betriebskindertagesstätte voranschreitet. Das Thema war bereits Gegenstand im Gespräch im Sommer 2013, da es zu Verzögerungen im Rahmen der Baugenehmigungen gekommen war. Das bisher in Aachen ein Novum darstellende Projekt einer Verbundkindertagesstätte, an dem sich neben Grünenthal auch die Unternehmen FEV GmbH, Dr. Babor Cosmetics GmbH, Blitzschutzbau Rhein Main Adam Herbert GmbH und Mäurer & Wirtz beteiligen, wird am Standort Eilendorf errichtet. Michael Wirtz und Kai Martens konnten Rudolf Henke nun berichten, dass die Verbundkita mit rund 75 Betreuungsplätzen im Frühjahr 2015 eröffnet werden soll. Frau Enderichs vom Betriebsrat ergänzte, dass schon jetzt durch die große Nachfrage der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alle Plätze belegt seien.     

Zur Geschichte:

Am 29. Januar 1946 gründete die Familie Wirtz die Chemie Grünenthal GmbH als selbstständiges Unternehmen. Der kaum zerstörte Kupferhof war hierfür ein idealer Standort. 1947 bezogen Hermann und Edith Wirtz mit ihren Kindern Haus Grünenthal, nachdem es die alliierten Offiziere geräumt hatten.

1973 kaufte die Familie Wirtz den 1888 nicht erworbenen Bauteil des Westtraktes hinzu. 1980 wurde der gesamte Kupferhof gründlich restauriert. Nach einem weiteren Umbau leben seit 1991 Michael Wirtz und seine Ehefrau Michaela mit ihren Kindern im Haus.