Unermüdlicher Einsatz für das dritte Gleis

Der Bau eines dritten Bahngleises auf der Strecke zwischen Düren und Aachen wird auf Grund des hohen, immer stärker an seine Kapazitätsgrenzen stoßenden, Verkehrsstroms auf der Schiene von Rudolf Henke und seinen Kolleginnen und Kollegen in der Region seit der letzten Legislaturperiode unterstützt.

Ausdruck dieses Engagements waren u.a. eine gemeinsame Resolution zur Erweiterung des Schienennetzes der regionalen Bundestagabgeordneten, Landräte sowie der IHK Aachen im Jahr 2011 sowie eine Resolution der Regio Aachen, die im Februar 2012 von der Aachener Regionalkonferenz beschlossen wurde. Nun wurde die Aufnahme in die Vorschlagsliste für den Bundesverkehrswegeplan 2015 erreicht.

Auch eine Studie, die von der Rheinlandkammer in Auftrag gegeben wurde, prognostiziert bis zum Jahr 2025 eine Steigerung der Güterströme um rund 60 Prozent für unsere Region. Gerade für die Schienenverbindung zwischen Aachen und Düren zeigt die Studie eine besonders starke Belastung mit täglich über 300 Zügen. Für die Grenzregion ist daher der Ausbau der Schieneninfrastruktur von höchster Bedeutung, denn nur eine leistungsfähige Schienenverbindung zwischen Antwerpen, dem Rheinland und dem Ruhrgebiet kann der wirtschaftlichen Leistung gerecht werden.

Die Bemühungen von Rudolf Henke und seinen Bundestagskollegen haben dazu beigetragen, dass der Ausbau des dritten Gleises auf der Eisenbahnstrecke zwischen Düren und Aachen erstmalig in die Liste zur Prüfung der Vorschläge für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2015 aufgenommen wurde. Beim BVWP handelt es sich um ein Rahmenprogramm und Planungsinstrument des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Er gilt für den angegebenen Zeitraum (in der Regel 10 bis 15 Jahre), jedenfalls aber so lange, bis es einen neuen Bundesverkehrswegeplan gibt. Der derzeit gültige Bundesverkehrswegeplan ist der BVWP 2003. Ziel des Bundesverkehrswegeplans ist es, ein realistisches und finanzierbares Gesamtkonzept für die künftige Infrastruktur aufzustellen. Alle in dem Plan enthaltenen Maßnahmen, darunter auch der Ausbau des dritten Gleises, werden derzeit in einem mehrstufigen Verfahren gesamtwirtschaftlich bewertet. Dieser Prozess wird noch bis zum Herbst 2015 andauern.

Rudolf Henke zeigt sich optimistisch, dass der Ausbau des dritten Gleises in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird: „Seit fast fünf Jahren gibt es in Aachen und der Region ein großes Bündnis, auch parteiübergreifend, das sich für den Bau eines dritten Schienengleises zwischen Düren und Aachen einsetzt. Studien belegen die dringende Notwendigkeit, dieses Projekt zu realisieren, um die Infrastruktur zukunftsfähig zu machen. Diese Schienenerweiterung ist nicht nur für die Region wichtig, sondern auch für den Güterverkehr von unseren belgischen und niederländischen Partnern ins Rheinland und Ruhrgebiet. Ich bin optimistisch, dass die Prüfung unseren Bemühungen recht geben wird.“

Um die Kapazitätsgrenzen kurzfristig zu beseitigen, hat die Deutsche Bahn in den Bahnhöfen Eschweiler und Aachen Rothe-Erde Überholgleise mit Mitteln des Konjunkturprogramms I geplant. Diese Planungen beinhalten u.a. auch Maßnahmen, um einen reibungsloseren und pünktlichen Zugverkehr zu erzielen. Das Planfeststellungsverfahren wurde im August 2014 eingeleitet. Darüber hinaus wurde ebenfalls im August 2014 ein Planfeststellungsverfahren für den Gleisabschnitt Eilendorf- Aachen Rothe-Erde für das dritte Gleis eingeleitet, um eine kurzfristige Kapazitätssteigerung zu ermöglichen.