Die Staatsschuldenkrise im Euroraum

Zur Veranstaltung "Die Staatsschuldenkrise im Euroraum" lud Rudolf Henke zusammen mit Sabine Verheyen am 10.April 2015 in die Aachener Handwerkskammer ein. Lesen Sie dazu einen Bericht hier.

Die europäische Finanz- und Schuldenkrise ist auch heute noch spürbar. Mehrere Staaten der Europäischen Union haben den Rettungsschirm in Anspruch genommen. Obwohl für die meisten der betroffenen Länder der Gesundungsprozess besser als erwartet voran kommt, befindet sich Griechenland nach wie vor in einem instabilen Zustand. Um mit den Aachener Bürgern die Chancen, Lösungen und Herausforderungen der Schuldenkrise zu erörtern, hatte Rudolf Henke den zuständigen stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestags-fraktion Ralph Brinkhaus zu einem Vortrag in die Handwerkskammer Aachen eingeladen. Mit dabei war die Aachener Europaabgeordnete Sabine Verheyen, die wie Brinkhaus und Henke rund 50 Besuchern Rede und Antwort stand.

Als Finanz- und Haushaltsexperte unterstrich Ralph Brinkhaus in seinem Vortrag die Notwendigkeit einer stabilen Währung. Der Euro ist das Zeichen einer politischen Einheit Europas, einer Epoche des friedlichen Miteinanders und zugleich ein Symbol des allgemeinen Wohlstandes in Europa. Besonders Irland, Portugal und Spanien haben die Vorgaben zur Stabilisierung und Konsolidierung ihres Haushaltes erfolgreich umgesetzt und verzeichnen hier einen allmählichen Anstieg ihres Wirtschaftswachstums.

Auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt der betroffenen Staaten verbessert sich stetig. Vorzugsweise junge Arbeitnehmer waren in Südeuropa aufgrund strikter Arbeitsgesetze der Eurokrise zum Opfer gefallen.

Allerdings und darauf wies der den Kreis Gütersloh im Bundestag vertretene Abgeordnete Ralph Brinkhaus hin, gelte es, diesen Kurs fortzusetzen. Demnach fühlt sich die CDU auch weiterhin dem Gleichgewicht von wirtschaftlichem Wachstum und solider Haushaltspolitik verpflichtet. Insbesondere radikale Parteien von Links und Rechts schüren in den betroffenen Staaten die Ängste der Menschen gegenüber den letztendlich unverzichtbaren Haushaltsreformen. Es sind daher nicht nur die Nachwirkungen der Wirtschaftskrise, sondern auch realitätsfremde Wahlversprechen und ein störrisches Nein zur europäischen Einheit der radikalen Kräfte, das viele Bundesbürger bewegt. Sabine Verheyen, Ralph Brinkhaus und Rudolf Henke unterstrichen gerade bei den vielen Fragen aus dem Publikum die Notwendigkeit eines Schuldenabbaus und einer konsequenten Haushaltspolitik. Ein gemeinschaftliches Europa steht nicht zuletzt für eine gemeinschaftliche Verantwortung und Verpflichtung – auch kommenden Generationen gegenüber.