Forschung und Entwicklung aus Aachen: Ericsson treibt digitale Vernetzung voran

Die Vernetzung unserer Gesellschaft sorgt dafür, dass jeder jederzeit mit den Menschen und Dingen in Verbindung bleiben kann, die ihm besonders wichtig sind. Um dies auch in Zukunft voranzutreiben, ist das Ericsson Eurolab in Herzogenrath ein strategisch wichtiger Eckpfeiler für Forschung und Entwicklung in der Region.

Die Digitalisierung und Vernetzung unserer Gesellschaft sorgt dafür, dass jeder jederzeit mit den Menschen und Dingen in Verbindung bleiben kann, die ihm besonders wichtig sind. Studien zeigen dementsprechend, dass der Einfluss der Digitalisierung- und Vernetzung auf viele Lebensbereiche schon heute sehr hoch ist. Die zentrale Voraussetzung, um diese intelligenten Anwendungen und innovativen Dienste auch in Zukunft nutzen und ausbauen zu können, sind leistungsfähige, sichere Kommunikationsnetze und die Interoperabilität verschiedener Technologien. Neben der Bundesregierung, die mit ihrer „Hightech-Strategie“ thematische Prioritäten bei Forschung und Innovation setzt, sind auch Unternehmen im Bereich der Kommunikationstechnologie, Software und Dienstleistungen von großer Bedeutung, um die digitale Vernetzung der Gesellschaft maßgeblich voranzutreiben.

Eines der weltweit operierenden Unternehmen- insbesondere rund um die Bereiche Mobilität, Breitband und Cloud-Lösungen- ist das schwedische Unternehmen Ericsson. Seit 1991 ist das Ericsson Eurolab in Herzogenrath ein strategisch wichtiger Eckpfeiler für die internationale Forschungs- und Entwicklungsorganisation des Unternehmens. Über die Zukunft des F&E Standortes informierten sich bei einem Besuch vor Ort die Bundesabgeordneten Rudolf Henke und Helmut Brandt sowie ihr Landtagskollege Hendrik Schmitz.

Zum Auftakt des Gespräches konnte Jan-Peter Meyer-Kahlen, Vice President und Leiter des Eurolabs in Aachen, berichten, dass der Transformationsprozess, in Folge dessen weltweit Stellen abgebaut werden mussten und der der eigentliche Anlass des Besuches darstellte, in Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern und den Beschäftigten bislang kooperativ verlaufe. Viele Beschäftige konnten in andere Unternehmensbereiche transferiert werden oder hätten sich entschieden, von den offerierten Abpfindungspaketen Gebrauch zu machen.

Auch die Rahmenbedingungen für Unternehmen in Deutschland waren ein weiteres wichtiges Thema, das im Austausch mit Olaf Reus, Mitglied der Geschäftsleitung, und Dr.-Ing. Norbert Niebert, Leiter Technology und Business Lab, besprochen wurde. So lobten die Verantwortlichen von Ericsson die guten Forschungsbedingungen in Deutschland, erklärten aber auch, dass es oft an klaren Rahmenbedingungen mangeln würde, um eine Umsetzung der Forschungsergebnisse in den Markt zu realisieren. Um die Umsetzung in Zukunft zu erleichtern, plädierten die Verantwortlichen für eine stärkere Rolle der Politik als Moderator und die Schaffung von Testmärkten, beispielsweise zwischen Telekommunikationsanbietern und Energieversorgern, um die Innovationskraft in Deutschland weiter voranzutreiben. Die Idee von Modellregionen zur Schaffung von Arbeitsplätzen unter festgelegten Rahmenbedingungen war ein weiterer Vorschlag, die den Politikern in Bezug auf den hohen Kostendruck für Unternehmen in Deutschland unterbreitet wurde. Insbesondere asiatische sowie auch süd- und osteuropäische Länder würden in Deutschland sitzenden Unternehmen zunehmend kostengünstigere Standortangebote unterbreiten.      

Zum Abschluss des Gespräches erhielten die eingeladenen Abgeordneten noch eine Führung durch das Gebäude.

Informationen zum Ericsson Eurolab Herzogenrath:

Das schwedische Unternehmen Ericsson mit Sitz in Stockholm wurde im Jahr 1876 gegründet. Ericsson ist ein weltweit führender Anbieter von Kommunikationstechnologien, Software und Dienstleistungen - insbesondere rund um die Bereiche Mobilität, Breitband und Cloud-Lösungen. 40 Prozent des weltweiten Mobilfunkverkehrs werden über Netztechnik von Ericsson abgewickelt. Das Eurolab wurde als Forschungs- und Entwicklungsstandort im Jahre 1991 gegründet und beschäftigt 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 45 Nationen. Der Fokus der Forschung im Eurolab liegt in den Bereichen 5G-Technologie und Industrie 4.0 (Automobil, Energie). 

Quelle Bild: Ericsson