Förderung macht es möglich: Zukunft des Elterncoachings sichergestellt

Seit einigen Jahren unterstützt Rudolf Henke die Arbeit des Bundesverbandes Herzkranke Kinder e.V. mit seiner Geschäftsstelle in Aachen, u.a. als Mitglied im Beirat. Besonderen Grund zur Freude gab es am 21. Juli 2015 für Hermine Nock, Geschäftsführerin des Bundesverbandes in Aachen.

Auch in diesem Jahr fördert die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) die Elterncoaching-Kurse des Bundesverbandes in Aachen mit 18.500 Euro. Weitere Kurse des Elterncoachings können somit sicher im Jahr 2015 durch den Bundesverband angeboten werden.

Etwa jedes 100. Kind wird in Deutschland mit einem Herzfehler geboren, das sind ca. 7.000-7.500 Kinder pro Jahr. Allein 4.500 dieser herzkranken Kinder benötigen einen bzw. mehrere Eingriffe am offenen Herzen. Circa 3 Prozent der herzkranken Kinder sind derzeit noch inoperabel. Dennoch erreichen heute aufgrund der Fortschritte im medizinischen Bereich mehr als 85 Prozent der herzkranken Kinder das Erwachsenenalter. Doch nicht nur die medizinische Versorgung der betroffenen Kinder ist von großer Bedeutung. Hermine Nock  betonte, dass es genauso wichtig ist, die Eltern und Familien zu entlasten. Sie befinden sich in einer besonders herausfordernden Situation, die ihnen hohen Einsatz und auch hohe finanzielle Belastungen abverlangt. Die Coachings, die mittlerweile im vierten Jahr angeboten werden und auf eine große Nachfrage stoßen, unterstützen die Eltern dabei, auch ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und der Situation besser gerecht zu werden.

Rudolf Henke, der den Bundesverband besonders in gesundheitspolitischen Fragen in den letzten Jahren durch Ratschläge unterstützten konnte, freut sich über die Förderung durch die DAK: „Dieses Beispiel zeigt besonders, wie wichtig es ist, dass der Gesetzgeber die Förderung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe verankert hat. Unterschiedliche Gruppen von Patientinnen und Patienten sowie deren Familien können so zusätzlich zur ärztlichen Behandlung profitieren.“ Mit Hinblick auf noch bestehende Hürden im  Bereich der Versorgung von Betroffenen ergänzte Rudolf Henke: „Für die Zukunft  ist es für herzkranke Heranwachsende besonders wichtig, dass die Behandlung durch den Kinderkardiologen auch im Erwachsenenalter durch einen spezialisierten Facharzt fortgeführt wird. Auch wenn es vermutlich noch einige Zeit dauern wird, so bin ich zuversichtlich, dass wir zu einem Konzept kommen werden, bei dem eine spezialfachärztlich ambulante Versorgung sichergestellt werden kann.“         

Der Bundesverband Herzkranker Kinder e.V. ist die Koordinationsstelle der Selbsthilfe für die Herzkranken Betroffenen und ihre Familie. Das Ziel des Verbandes ist es, herzkranke Kinder sozial und menschlich zu integrieren und ihnen so viel "Normalität" wie möglich zu schenken. Der Bundesverband und seine lokalen Vertretungen informieren und beraten alle betroffenen Menschen mit angeborenen Herzfehlern und sind Ansprechpartner für medizinische Fachverbände und die Gesundheitspolitik. Dazu gehört u.a. die Förderung der familienorientierten Rehabilitation, die Vermittlung von sozialrechtlicher und psycho-sozialer Hilfe, die Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum „Leben mit angeborenem Herzfehler“ sowie die Unterstützung der Forschung im Bereich Kinderkardiologie.