Rudolf Henke lobt „bemerkenswert innovatives“ Evangelisches Krankenhaus

Im Rahmen seiner Sommertour führt es Rudolf Henke als Gesundheitspolitiker quer durch Nordrhein-Westfalen: So besuchte er in Bielefeld das Zentrum für Behindertenmedizin des Evangelischen Krankenhauses.

„Und hier liegt ein für unser Zentrum ganz typischer Patient“, sagt Dr. Susanne Wiese, Oberärztin im Zentrum für Behindertenmedizin in Bielefeld-Bethel. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Gesundheit, Rudolf Henke, und den anderen Gästen hat sie vor einem Patientenzimmer Halt gemacht. Durch eine kleine Glasscheibe ist ein junger Mann mit einem Downsyndrom zu sehen, der auf der Bettkante sitzend sein Mittagessen zu sich nimmt.

Der Patient leide an autoaggressivem Verhalten und sei in seiner Wohneinrichtung nicht mit den anderen Bewohnern zu Recht gekommen, berichtet Dr. Susanne Wiese dem Bundestagsabgeordneten Rudolf Henke und den anderen Vertretern der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Der Patient sei in eine normale Psychiatrie eingeliefert worden. „Die waren aber mit ihm überfordert und haben sich an uns gewandt. Er hat sich gut entwickelt und viel Vertrauen zu uns gefasst“, so die Oberärztin.

Das Beispiel des Patienten mit dem Downsyndrom sollte Rudolf Henke verdeutlichen, warum das Zentrum für Behindertenmedizin ein bedeutendes und sinnvolles Angebot ist. Das Zentrum in der Klinik Mara des Ev. Krankenhauses Bielefeld (EvKB) ist eines von wenigen Zentren in Deutschland, die sich um die internistischen und chirurgischen Erkrankungen von Menschen mit schweren geistigen und körperlichen Behinderungen kümmert. Jährlich werden dort rund 1.600 Patienten behandelt. Die Verweildauer in dem Zentrum mit 70 Betten beträgt im Durchschnitt 13,5 Tage.

Rudolf Henke wollte sich bei seinem Besuch ein Bild von der Betheler Behindertenmedizin machen. Das Zentrum wird seit Anfang des Jahres für rund 3,4 Millionen Euro umfangreich modernisiert. Gerade fertiggestellt ist die internistische Station. Modernisiert werden auch die chirurgischen Stationen und die Funktionsdiagnostik.

Im Anschluss an den Rundgang ging es zu einem „Gesundheitspolitischen Mittagstisch“ in die Neue Schmiede. Zu den Gästen von Bethel-Vorstandsmitglied Dr. Rainer Norden und Prof. Dr. Heiner Heiner Berthold, Chefarzt des Zentrums für Behindertenmedizin, gehörten auch der CDA-Landesgeschäftsführer Daniel Güttler und die Bezirksvorsitzende der CDA OWL, Angelika Gemkow. Im Mittelpunkt des „Mittagstisches“ standen neue Wege in der Behinderten- und Altersmedizin. Bethel und das EvKB seien in allen Belangen bereits „bemerkenswert innovativ und modellhaft“ aufgestellt, stellte Rudolf Henke fest. Er lobte das besondere Engagement der Betheler Krankenhäuser für demenzgefährdete ältere Patienten und in der speziellen medizinischen Versorgung behinderter Menschen.

Bildtext: Rudolf Henke (3. v. r.) lernte in Begleitung von (v. r.) Bethel-Vorstand Dr. Rainer Norden, Angelika Gemkow, Chefarzt Prof. Dr. Heiner Heiner Berthold und Oberärztin Susanne Wiese (l.) die Patientin Stefanie Kostka und ihre Eltern Gerhard und Marlene kennen.

Foto: Paul Schulz