Förderangebot der KfW zur Einbruchssicherung gestartet

In diesen Tagen ist ein neues Förderangebot der KfW gestartet: private Eigentümer und Mieter können nun finanzielle Zuschüsse zur Sicherung gegen Wohnungs- und Hauseinbrüche in Anspruch nehmen. Lesen Sie hier mehr.

Diese Förderung geht auf die Initiative der CDU/CSU-Fraktion zurück und ist der Erfolg der Fraktion. Insgesamt ist das neue Zuschussprogramm auf drei Jahre angelegt. Es wurde vom Bund mit 30 Mio. Euro ausgestattet.

Das Förderprogramm ist Teil unseres umfassenden Ansatzes zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang zunächst und vor allem eine ausreichende Präsenz der Polizei vor Ort. Die Bundespolizei wird bis 2018 insgesamt 3000 neue Stellen erhalten. Mit dem Haushalt 2016 haben wir in dieser Woche die erste Rate von 1000 Stellen ausgebracht und auch das Bundeskriminalamt um mehr als 300 Stellen verstärkt. Hieran müssen sich zahlreiche Länder ein Beispiel nehmen. Denn sie sind in erster Linie verantwortlich, wenn es um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Diebesbanden geht. 

Darüber hinaus wollen wir, dass künftig auch beim einfachen Wohnungseinbruchdiebstahl die Möglichkeit einer
Telekommunikationsüberwachung besteht, um die immer professioneller werdenden Hintermänner zu fassen; beim bandenmäßig begangenen Wohnungseinbruchsdiebstahl ist eine Telekommunikationsüberwachung bereits möglich. Mit Inkrafttreten des Gesetzes über die Einführung von Höchstspeicherfristen (Vorratsdatenspeicherung) wird in den letztgenannten Fällen auch der Rückgriff auf die gespeicherten Verbindungsdaten möglich sein. 

Der Handlungsdruck ist enorm: Allein im vergangenen Jahr kam es in Deutschland zu über 150.000 Wohnungseinbrüchen. Fast die Hälfte der Einbruchsversuche wird aber abgebrochen, wenn technische Schutzvorkehrungen vorhanden sind. Genau hier setzen wir jetzt mit der neuen KfW-Förderung an. Denn einen Zuschuss gibt es nun für den Einbau oder die Nachrüstung einbruchhemmender Haus- oder Wohnungstüren, die Nachrüstung von Fenstern, den Einbau von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen, den Einbau einbruchhemmender Gitter und Rollläden und für baugebundenen Assistenzsysteme, wie zum Beispiel Bild- oder Gegensprechanlagen.

Die Förderung kann jeder beantragen, der in den Einbruchschutz einer bestehenden Wohnimmobilie investiert. Gefördert werden sowohl das Material als auch der fachgerechte Einbau durch Fachunternehmen. Wichtig ist, dass die Förderung vor Beginn der Umbauarbeiten beantragt wird. Der Zuschuss liegt je nach Investitionskosten zwischen mindestens 200 Euro und maximal 1.500 Euro (10 Prozent der Investitionssumme).

Die Förderung erfolgt im Rahmen des bereits bestehenden KfWProgramms „Altersgerecht Umbauen“, bei dem im Zuge der Einrichtung des neuen Zuschussprogramms zur Einbruchsicherung die Förderkonditionen weiter verbessert wurden. Wer Maßnahmen gegen Wohnungseinbruch mit dem altersgerechten Umbau verbindet und gleichzeitig in beides investiert, kann sogar einen Zuschuss von maximal 5.000 Euro bekommen.

Weitere Informationen und Förderdetails sind bei der KfW unter www.kfw.de/einbruchschutz abrufbar.