Intensivmedizin aus politischer Sicht

Zum Ende der zweiten Sitzungswoche 2016 wurde Rudolf Henke zur 33. Arbeitstagung der NeuroIntensivMedizin (ANIM) eingeladen, um über die (Neuro-)Intensivmedizin aus politischer Sicht zu referieren.

Mehrere hundert Zuhörer nahmen am Präsidentensymposium der Fachtagung teil, um über verschiedene Blickwinkel – der Politik, der Öffentlichkeit und aus Sicht der Patienten – über die Wahrnehmung der Intensivmedizin informiert zu werden und zu diskutieren.

Die überwiegend von (Neuro-)Intensivmedizinern besuchte Fachtagung widmete in diesem Jahr ihr Präsidentensymposium, um über die Wahrnehmung des eigenen Fachgebiets aus verschiedenen Blickwinkeln zu informieren. Rudolf Henke gab als erster Redner einen Einblick über die Wahrnehmung der Intensivmedizin in der Politik, die sich überwiegend mit der Finanzierbarkeit der Gesundheitsversorgung auseinandersetzt. Zahlreiche Mechanismen wurden bisher eingeführt, um sicherzustellen, dass Krankenhäuser für ihre Leistungen angemessen finanziert werden. Weitere Inhalte des Vortrags waren die medizinische Ausbildung und Patientenrechte.

Werner Hacke, ehemals an der RWTH in Aachen tätig und heute ein angesehener Neurowissenschaftler, erörterte anschließend die Wahrnehmung der Intensivmedizin in der Öffentlichkeit. Dabei kam er zu dem Fazit, dass sich in diesem Bereich noch viel entwickeln muss, indem Themen klar artikuliert und den Menschen verständlich gemacht werden. Abschließend wurde die Sicht der Patienten von Angelika Bode, Rechtsanwältin aus Hannover, erläutert, die selber mehrere Wochen auf einer Intensivstation gelegen hat und als Betroffene offen einige Probleme, besonders bezüglich der Wahrnehmung und der Kommunikation, ansprach.

Abschließend gab es einen gemeinsamen Gedankenaustauch mit den Zuhörern, der durchblicken ließ, dass es neben den vielen Fachvorträgen eine gern gesehene Abwechslung war, das eigene Fachgebiet einmal von außen zu beleuchten.