Praktischer Weg zur Integration: Bundesministerium bietet Programme um Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet praktische Angebote für Flüchtlinge, um den Weg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

2016 ist, neben der Aufnahme und Unterbringung der Asyl- und Schutzsuchenden, die Frage der Integration der auf längere Zeit bei uns bleibenden Menschen mindestens genauso wichtig. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben, ein gutes Miteinander zwischen unserer Gesellschaft und den Flüchtlingen zu schaffen und diesen Menschen eine Perspektive zu geben. Integration kann aber nur gelingen, wenn Ankommende mitmachen, sich anstrengen, Geduld haben, neugierig sind, unsere Gesetze achten und unsere Werte anerkennen, ja sie leben. Dies können und dürfen wir erwarten. Erfolgreiche Integration ist wichtig für dauerhafte Akzeptanz, um sich auf Augenhöhe begegnen können.

Wir möchten den Menschen, die sich in die Gesellschaft integrieren möchten, diesen Weg erleichtern. Neben Sprach- und Integrationskursen, ist der Zugang zum Arbeitsmarkt ein wichtiger Faktor, um seinen Lebensunterhalt und den der Familie zu sichern und sich gebraucht und angekommen zu fühlen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat dazu im April zwei neue Programme vorgestellt.

Flüchtlinge praxisnah in eine Ausbildung im Handwerk bringen

Bisherige Integrationserfahrungen zeigen, dass junge Flüchtlinge eine gezielte Vorbereitung auf eine Ausbildung in Deutschland benötigen. Deshalb haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) die Qualifizierungsinitiative "Wege in Ausbildung für Flüchtlinge" gestartet. Hier sollen junge Flüchtlinge für eine Ausbildung im Handwerk motiviert und stufenweise praxisnah an sie herangeführt werden.

Mit dem Smartphone zur beruflichen Anerkennung

Mit einer neuen kostenlosen App können sich Flüchtlinge über Möglichkeiten zur Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikationen informieren. Die App ist in den Sprachen Arabisch, Dari, Farsi, Tigrinya und Paschtu sowie auf Deutsch und Englisch verfügbar. Sie bietet einen Einstieg in das Thema, erklärt in einfacher Sprache das Anerkennungsverfahren und verlinkt zu Informations- und Beratungsangeboten.

Rudolf Henke begrüßt diese praktischen Angebote für Flüchtlinge: „Es ist wichtig, dass die Menschen, die eine gute Bleibeperspektive in Deutschland haben, so früh wie möglich an die Sprache, die Wertevermittlung und den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Auf der Flucht war das Smartphone für Flüchtlinge oftmals, neben ihren Ausweisdokumenten, ihr wichtigster Besitz. Das Angebot des BMBF setzt genau da an, um den Flüchtlingen ihre Möglichkeiten, um Zugang zum Arbeitsmarkt zu erhalten, aufzuzeigen.“