Rudolf Henke zu Gast bei der Suchthilfe Aachen

Im Rahmen seiner Sommertour, die ihn in diesem Jahr zu 50 verschiedenen Unternehmen und Institutionen in Aachen führt, besuchte Rudolf Henke heute die Suchthilfe Aachen.

In einem interessanten Gespräch mit dem Vorstand der Einrichtung um Caritas-Geschäftsführer Bernhard Verholen informierte sich der Bundestagsabgeordnete aus Aachen über die erfolgreiche Arbeit der Suchthilfe und die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Suchterkrankungen.

So erfuhr Rudolf Henke, das seit der Gründung der Suchthilfe vor neun Jahren bereits 50.000 Menschen die Hilfsangebote der Einrichtung in Anspruch genommen haben. Neben den Betroffenen selbst profitieren häufig auch deren Angehörige von der Arbeit, größtenteils im Bereich der Beratung, die allen, die in ihrem Umfeld mit Suchterkrankungen konfrontiert werden, offen steht.   
Die Hilfestellungen, die Menschen mit Suchtproblemen im Bereich legaler und illegaler Drogen, Glücksspiel- und Onlinesucht sowie Essstörungen in Aachen erfahren, sind vielfältig.
Neben den regelmäßig stattfindenden Sprechstunden, in denen die Betroffenen im Bedarfsfall auch kurzfristig fachkundig beraten werden, ist die Einrichtung bei der Vermittlung von Therapieplätzen behilflich und kümmert sich nach einem Klinikaufenthalt um die notwendige Nachsorge.
„Eine Besonderheit ist die von uns in Aachen durchgeführte ambulante Rehabilitation Betäubungsmittelabhängiger“, berichtete Karl-Heinz Wilms, einer der Geschäftsführer der Suchthilfe Aachen. „Auf Grund des hohen Aufwandes wird diese sinnvolle Maßnahme landesweit nur noch sehr selten durchgeführt. Unsere Streetworker sorgen auch über die Beratungs- und Therapiezeiten hinaus dafür, dass den Betroffenen stets ein Ansprechpartner zur Verfügung steht. Durch die Einrichtung und Unterhaltung ambulanter medizinischer Behandlungsmöglichkeiten wird zudem ein Mindestmaß an entsprechender Versorgung auch für diejenigen sichergestellt, die sich nicht in das Wartezimmer eines Arztes trauen oder große Probleme damit haben, vereinbarte Termine einzuhalten“, so Wilms.
Das von der Suchthilfe Aachen initiierte Projekt „Feuervogel“ schließlich, das bereits seit vier Jahren sehr erfolgreich durchgeführt wird, bündelt verschiedene Maßnahmen zur  Gesundheitsförderung für Kinder aus suchtbelasteten Familien. „Die Gefahr, dass diese Kinder zukünftig ebenfalls zu Suchtmitteln greifen, ist in diesen Fällen erheblich erhöht“, erläuterte Geschäftsführerin Gudrun Jelig.
„In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und einem Aachener Kinderheim kümmern wir uns um die Kinder und vermeiden auf diesem Wege in einer Vielzahl von Fällen den Weg in die Abhängigkeit.“